

PFORZHEIM. Die Schutzkleidung für die Arbeiter, die auf der Hilda-Baustelle an der Kiehnlestraße in dem Bereich arbeiten, in dem ein erhöhter Wert an chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) festgestellt wurde, ist am Donnerstag eingetroffen. Bisher ruhte an dieser Stelle die Arbeit.
Auch die CKW-Absauge-Vorrichtung hat am Donnerstag ihren erfolgreichen Probelauf absolviert. Nach Angaben der Bauleitung funktioniere alles einwandfrei. Bürger, Arbeiter, Lehrer und Schüler müssten sich nicht sorgen. Alle Umweltauflagen und Schutzrichtlinien würden eingehalten, so dass von der Baustelle keine Gefahr ausgehe.
Nachdem sich Eltern verschiedentlich wegen der Kontamination im Baustellenbereich gesorgt hatten, beruhigte auch Schulleiterin Edith Drescher bei einer PZ-Anfrage besorgte Eltern: „Die Stadt hat alles unternommen, was notwendig war, um nach den Messungen mit dem erhöhten Wert an chlorierten Kohlenwasserstoffen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen“, sagte sie. Auch die Bauaufsicht habe ihr mitgeteilt, dass keinerlei Gefahr bestehe. „Erfreulicherweise wurde sehr zügig gehandelt, so dass bereits Absaugegeräte ihre Arbeit aufgenommen haben. Auch Schutzanzüge sind eingetroffen“, so Drescher. Die Schulleiterin hofft, „dass jetzt alles wieder auf der Baustelle in ein ruhigeres Fahrwasser kommt“. Panikstimmung oder Ängste seien nicht angebracht, da alle Umwelt- und Sicherheitsauflagen sehr genau beachtet würden. „Ich selbst fahre jedenfalls sehr beruhigt morgens in meine Schule“, sagte Drescher.
Wie berichtet, wurden in den vergangenen Jahren auch auf anderen Baustellen Bodenbelastungen mit chlorierten Kohlenwasserstoffen entdeckt. Überall, wo Firmen gesündigt und Altlasten hinterlassen hatten, war das der Fall. Schon 1998 hat das Umweltamt 125 Flächen mit Verdacht auf Altlasten untersucht.
Autor: Roger Rosendahl





Das lesen Abonnenten am Montag exklusiv in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":