nach oben
07.10.2011

Auch Bürgermeister in Termin-Nöten

PFORZHEIM. Vom 100. Geburtstag einer Bürgerin bis zum 100. Geburtstag des Stadtverkehrs Pforzheim, von der Eröffnung des OechsleFests bis zur Eröffnung der Mess, über Verkaufsoffene Sonntage, Empfänge zum Tag der Deutschen Einheit und von Kirchenfürsten bis hin zu Stadtteilfesten: Die Bürgermeister sind gefragt, auch an Wochenenden.

Und können manchem Wunsch nicht gerecht werden.Den kommenden verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt eröffnet Oberbürgermeister Gert Hager persönlich, der seit Wochen kein freies Wochenende hat – aber dem Ersten Bürgermeister Roger Heidt geht es nicht anders, und er ist just am Sonntag bei einem Familienfest. Also sprang Hager wieder in die Bresche. „Die Termine werden besprochen und verteilt“, sagt Hager, dem die Wahrnehmung solch öffentlicher Termine bekanntlich ein Herzensanliegen ist. Den verkaufsoffenen Sonntag auf der Wilferdinger Höhe wiederum am 6. November eröffnet die SPD-Gemeinderatssprecherin Dorothea Luppold, protokollarisch die Nummer Sechs. Das hat nicht jedem Einzelhändler auf der Wilferdinger Höhe gefallen, aber deren Sprecherin Nicole Kälber freut sich auf Luppold: „Sie wird die Eröffnung bestimmt gut machen, sonst hätte sie ja nicht diese Funktion.“ Ihr seien alle städtischen Repräsentanten gleich lieb, sie freue sich, wenn die Stadt jemanden entsende. Im Rathaus weiß man aber, dass viele andere zuerst den OB oder den Ersten Bürgermeister zu sehen hoffen. Hager musste der Wilferdinger Höhe einen Korb geben, weil er an dem Tag den Freiburger Erzbischof Robert Zolitsch in der Stadt begrüßt.