nach oben
12.11.2010

Auf dem Dorf - aber nahe an der Stadt

Weshalb lebt man gerne in Büchenbronn? Fangen wir beim Schultes an. Ortsvorsteher Bernhard Schuler ist da, wo er wirkt, groß geworden. Genug Abstand von Pforzheim (wo Schuler für die SPD auch im Stadtrat sitzt), aber nahe genug dran, um nicht außen vor zu sein und als Landei zu gelten.

Damit spricht er stellvertretend für alle Büchenbronner. Mit dem Herrmannsee – gewissermaßen der Wiege des alten Büchenbronn, bevor die Pest kam und man danach auf den Berg zog – und dem Aussichtsturm verfügt m,an über attraktive Ausflugsziele in allernächster Nähe. Und das Sportzentrum Schlägle sucht mit seiner Lage seinesgleichen. „Die Leute hier sind alle nett und halten zusammen“, hatte Rosa Danuta, Verkäuferin, PZ-Mitarbeiterin Alisa Essig als Kurz-Antwort in den Block diktiert. Danuta war eine von 24 Mitbürgern, die im Rahmen der Serie abgelichtet und um eine kurze „Liebeserklärung“ gebeten wurden. „Hier wird man gegrüßt“, sagt Schuler – was nicht nur für ihn als Ortsvorsteher gilt. Sondern generell – schade eigentlich, dass man es extra erwähnen muss. „Man kennt sich untereinander, ist für einander da und hilft sich unter den Nachbarn gegenseitig“, hatte Sonja Baumgart zu Protokoll gegeben. Baumgart lebt mit Mutter Marga und Tochter Michelle unter einem Dach – die drei Damen können sich etwas anderes als den Wohnort Büchenbronn gar nicht vorstellen.

Was unterscheidet denn nun die Einwohner dieses Höhenstadtteils von anderen eingemeindeten Stadtteile. Da Schuler sich nicht unnötig in die Nesseln setzen will und außerdem ein höflicher Mensch ist, spricht er von „manchmal gravierenden Mentalitätsunterschieden“, ohne Namen zu nennen, obwohl er dies nicht abwertend meint. Die Huchenfelder können jedenfalls nicht gemeint sein. Denen attestiert Schuler eine Art Seelenverwandschaft, was in erster Linie auf das in beiden Stadtteilen äußerst lebendige Vereinsleben zurückzuführen sei. ol