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09.04.2009

Autoverband vermutet Benzinpreis-Absprachen

BERLIN. Die Benzinpreiserhöhungen von stellenweise bis zu 10 Cent pro Liter unmittelbar vor der Osterreisezeit haben bei Autofahrern für Unmut gesorgt. Der Auto Club Europa äußerte in der „Bild“-Zeitung starke Zweifel an der Argumentation der Mineralölunternehmen, lediglich steigende Beschaffungskosten weiter zu geben.

ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner sagte dem Blatt: „Die neuen Preise haben absolut keine Grundlage, denn die Konzerne sind meist gar nicht auf den Großmarkt angewiesen, sondern haben langfristige Lieferverträge. Sie nehmen eben jeden Cent mit, den sie kriegen können.“
Der Verband fordert das Kartellamt auf, sich in die Vorgänge auf dem deutschen Tankstellenmarkt einzuschalten. „Das Amt muss endlich klären, ob es verbotene Preisabsprachen gibt. Im vergangenen Jahr wurde den Verbrauchern eine Marktüberprüfung versprochen, aber Ergebnisse stehen bis heute aus.“ Verbandssprecher Hillgärtner forderte ein einheitliches Vorgehen gegen Energielieferanten. Wenn es möglich sei, den Strom- und Gasversorgern auf die Finger zu klopfen, müsse das auch bei den Mineralölkonzernen machbar sein. dpa