

PFORZHEIM. Innerhalb von zwei Tagen haben sich die erwarteten Kosten für das neue Hilda-Gymnasium verringert. Waren es beim Spatenstich noch 43,2 Millionen Euro, so liegt die neueste Berechnung bei 40,9 Millionen Euro.
Verkünder der frohen Botschaft war Gerhard Biehmelt, der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, gestern im Bau- und Liegenschaftsausschuss des Gemeinderats. Als erste große Vergabe für den Neubau des Hilda-Gymnasiums an der Kiehnlestraße standen die Erdarbeiten an. Sieben Baufirmen hatten ein Angebot abgegeben. Den Zuschlag erhielt das Pforzheimer Unternehmen Hubert Vincon GmbH, das sich mit 1,215 Millionen Euro knapp durchgesetzt hatte. Vier Bewerber lagen eng beieinander.
Und dieser Betrag lag um 480 000 Euro unter den Schätzkosten. „Das ist schon mal ein gutes Ergebnis“, konstatierte Bürgermeister Alexander Uhlig. Dem aber gleich anmerkend: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.“
Die günstigeren Gesamtkosten beruhen vor allem darauf, dass die Bodenuntersuchungen ein weit besseres Ergebnis als erwartet ergaben. „Der Untergrund ist gut“, stellte Biehmelt fest. Daher müssen weniger Pfähle gesetzt werden. Diese werden zudem einen Durchmesser von nur 60 bis 90 Zentimetern statt zunächst angenommener 1,20 bis 1,50 Metern haben. Auch werden sie kürzer ausfallen.
Beim Hilda wird erst begonnen, an anderen Schulen sind Sanierung und Erweiterung in vollem Gange. Über 20 Millionen Euro investiert die Stadt Pforzheim in Weiherberg-, Schanz-, Südstadt- und Inselschule für Maßnahmen die teilweise aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung bezuschusst werden. Für den Erweiterungsbau der Schanzschule ist das Untergeschoss weitgehend fertiggestellt. In dieser Woche wird noch die Decke eingeschalt. Wegen der niedrigen Temperaturen wird aber noch nicht betoniert. Dies soll, wenn es die Witterung zulässt, vom 4. Januar an geschehen. Die Bauferien werden um eine Woche verkürzt.
An Südstadtschule und Schanzschule ist der Einbau neuer Fenster weitgehend abgeschlossen, ebenso die Fassadendämmung und die Elektroarbeiten, wie Biehmelt erläuterte. Anfang des Jahres stehen Heizung und Lüftung an. An der Südstadtschule habe es beim Fenstereinbau kleinere Verzögerungen gegeben. An der dortigen Grundschule kommt als nächstes die Fassaden- und Dachdämmung sowie im Inneren der Sanitärbereich dran. Der Leiter des Gebäudemanagements erwartet nach Abschluss der jeweiligen Arbeiten auch mit einem schnellen Rechnungseingang. „Denn die Firmen wollen natürlich ihr Geld. Und wir müssen bekanntlich Ende 2010 alles abgeschlossen haben.“
Da durch das Konjunkturpaket II bundesweit energetische Maßnahmen gefördert werden, es fast überall zum Austausch der Fenster komme, fragte Stadtrat Andreas Herkommer (CDU) nach möglichen längeren Lieferzeiten und vor allem nach gestiegenen Preisen. Davon war in Pforzheim bisher nichts festzustellen. „Die Ausschreibungen lagen in der Schublade. So konnten wir schnell handeln“, bemerkte Biehmelt. Bei einer Rundfahrt will Bürgermeister Uhlig den Ausschussmitgliedern zeigen, was mit den 20 Millionen Euro alles verbessert wurde.
Autor: THOMAS FREI





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