

Deutsch hat Daniel Muteanu, 54, auf der Schule gelernt. Das kommt ihm auf Baustellen zugute: Der Diplomingenieur ist das Bindeglied zwischen den rumänischen Arbeitern und der deutschen Bauleitung. Zum Beispiel beim Hilda-Neubau. Zum Abschied gab er der PZ noch ein kurzes Baustellen-Interview.
PZ: Heute ist Baustellenfest. Ein wichtiger Abschnitt geht zu Ende. Was machen Sie jetzt?
Daniel Muteanu: Erst mal Urlaub in Rumänien. Dann sehen wir weiter. Vielleicht eine andere Baustelle in Deutschland. Es kommt, wie es kommt. Aber erst mal ausspannen.
Seit 1. November. Heute noch und morgen. Dann endet der Vertrag.
Sie sind der Kapo der rumänischen Arbeiter. Wie viele Landsleute waren Sie zu Spitzenzeiten, und wie viele sind es zum jetzigen Zeitpunkt?
In Spitzenzeiten, also im Februar, März und April, waren wir 38 Mann. Acht von ihnen haben jetzt Urlaub, sind zu Hause. Einige sind weitergezogen zu anderen Baustellen in Deutschland. Zurzeit sind wir 13 Mann.
Ich persönlich wohne privat in Niefern. Die Männer waren erst in einem Gebäude an der Lindenstraße und am Sandweg untergebracht, im Lauf der Zeit dann nur noch am Sandweg.
Hatten Sie Kontakt zur Pforzheimer Bevölkerung?
Dazu gab es kaum Zeit. Man arbeitet, geht nach Hause, isst und schläft. Wir brauchen unsere Kraft.
Also haben Sie auch wenig von Pforzheim mitbekommen?
Ich war zweimal an der Enz spazieren. Die Männer haben sich vielleicht mal sonntags die Stadt angeschaut.
Leckeren Krustenbraten oder Fleischkäse mit Zwiebeln vom Dietz. (Das Gespräch führte Olaf Lorch-Gerstenmaier)
Autor: Olaf Lorch-Gerstenmaier





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