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Wesentlich länger als gedacht wird – wenn überhaupt – der Umbau des ehemaligen Polizeireviers Nord an der Bahnhofstraße zum Justizgebäude dauern. Foto: Ketterl/Archiv
Wesentlich länger als gedacht wird – wenn überhaupt – der Umbau des ehemaligen Polizeireviers Nord an der Bahnhofstraße zum Justizgebäude dauern. Foto: Ketterl/Archiv
29.03.2016

Bausubstanz des früheren Reviers Nord erschreckend schlecht

Pforzheim. Wer Gebäude, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem am 23. Februar 1945 zusammengebombten Pforzheim neu oder wiederaufgebaut wurden, untersucht, erlebt mitunter eine böse Überraschung – und darf seine ursprünglichen Pläne mit der Immobilie begraben. Oder zumindest die Frage nach der Umnutzung verschieben – und den Kostenrahmen sowieso. Ein aktuelles Beispiel: das ehemalige Polizeirevier Nord an der Bahnhofstraße, ein markanter Sandstein-Blickfang. Zwei Jahre nach dem Umzug großer Teile der Kripo und des Stabes der ehemaligen Polizeidirektion Pforzheim nach Karlsruhe ins neue Regionalpräsidium (und damit dem Umzug des Reviers über die Straße in die ehemalige Post) wurde er als möglicher Standort für die Auswärtigen Kammern des Landgerichts und die Abteilungen des Nachlassgerichts beim Amtsgericht auserkoren.

Diese Hoffnung hat sich zerschlagen, seit Spezialisten die Bausubstanz erst einmal grob inspizierten. Sie schlugen die Hände über dem Kopf zusammen. „Wir haben alles entdeckt, was man sich nicht wünscht“, sagt einer, der dabei war, „Hauptsache, schnell und billig“. Holzbalkendecken, ungeschützter Stahl, Betonrippendecken – ein Konglomerat aus Behelfs-Architektur. Das alles, so Riegert-Matt, mache genauere Untersuchungen nötig, die Monate dauern könnten. Erst danach sei an eine nach oben zu korrigierende Kostenschätzung zu denken – dennoch hoffe sie, das Projekt könne realisiert werden. Doch erst einmal muss es den Kollegen, die mit spitzem Bleistift rechnen, vorgelegt werden, ehe es in eine Ranking-Liste des Landes aufgenommen wird. „Wir gehen nach wie vor von einer Wirtschaftlichkeit aus“, sagt die Amtsleiterin. Mehr lesen Sie am .Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.