


Pforzheim/Enzkreis. Die Schlaglöcher auf den Straßen in der Region sind wieder da. Kaum ist der Frost vorbei, kaum sind die Temperaturen gestiegen, brechen die Flicken vor allem auf den älteren Straßendecken in Pforzheim und im Enzkreis verstärkt auf. Eis hat die Fahrbahndecken gesprengt. Jetzt ziehen die Straßenarbeiter wieder los – ausgerüstet mit Eimern und dem Kaltmischgut aus Bitumen und Haftmitteln, um die Krater notdürftig auszubessern. Im Enzkreis müssen vor allem viele Landesstraßen repariert werden.
„Zurzeit stopfen wir Löcher auf fünf Landesstraßen und nur einer Kreisstraße“, sagt Imanuel Fahrer von der Straßenmeisterei des Enzkreises. Seit Jahren werden zahlreiche marode Strecken des Landes nicht saniert. Zu mehr als Flickschusterei hat es nicht gereicht, weil für den Erhalt zu wenig Geld investiert wird (PZ berichtete).
Fleißig Schlaglöcher geflickt haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Maulbronn in den vergangenen Tagen. Mit den ersten Reparaturen im Bereich zwischen Sternenfels und Heimsheim sei man durch, sagt Straßenmeister Richard Schwaiger. Größere Schäden auf der B35 zwischen Bretten und dem Bärenbuckel bei Maulbronn, auf der Straße zwischen Schützingen und Gündelbach und auf der B10 zwischen Illingen und Vaihingen/Enz wurden behoben.
Deutliche Spuren hat der Wechsel zwischen der eisigen Kälte und dem Tauwetter zwar auch auf Pforzheims Straßen hinterlassen, doch die Verantwortlichen von Tiefbauamt und Technischen Diensten geben sich gelassen: „Es sind weit weniger Schäden als 2011. Da hat es uns schon schlimmer getroffen“, sagt Norbert Bernhard, Leiter des Grünflächen- und Tiefbauamts der Stadt Pforzheim.
Wie viele Schlaglöcher es derzeit im Stadtgebiet genau gibt, dazu kann Bernhard keine Angaben machen. Jürgen Förschler von den Technischen Diensten kann das etwas eingrenzen: „Pro Tag kommen bis zu 30 neue Aufträge rein. Das sind aber nicht immer nur einzelne Schlaglöcher, manchmal auch ganze Straßenzüge oder Gehwegplatten.“ Die Brennpunkte kann Förschler genau benennen: die Pforzheimer Straße in Büchenbronn, die Hirsauerstraße/B10, einige Straßen im Altgefäll sowie die Wurmbergerstraße und die Haidachstraße.
Die Technischen Dienste der Stadt Pforzheim sind derzeit täglich mit drei Fahrzeugen unterwegs, um die Straßenschäden im Stadtgebiet auszubessern. Auch zwei Fremdfirmen wurden beauftragt, weiß Förschler.
„Wenn wir Schäden entdecken, werden diese umgehend provisorisch behoben, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten“, erklärt auch Norbert Bernhard. Eine großflächige Sanierung der Straße wäre bei diesen Temperaturen aber eher kontraproduktiv – und unwirtschaftlich: „Das können wir erst im Frühjahr angehen, wenn wir sicher sein können, dass kein Frost mehr kommt. Wir bitten die Autofahrer also ein wenig um Geduld.“ Dass die Situation der städtischen Straßen derzeit nicht ganz so schlimm anmutet, sorgt für Erleichterung bei den Verantwortlichen, denn so sind keine zusätzlichen finanziellen Belastungen zu erwarten: „2011 waren rund 400000 Euro nötig, um die Straßenschäden zu beheben. In diesem Jahr wird der Betrag aber deutlich niedriger ausfallen“, verrät Bernhard. Als Problem sieht der Amtsleiter da eher, dass die Straßen durch die provisorische Pflege von Jahr zu Jahr schlechter werden. „Dann muss man eben auch mal eine ganze Straße oder ein Teilstück erneuern, wie wir es gerade in der Calwer Straße und der Eutinger Straße gemacht haben. Da kommt man nicht drum herum.“ Für 2012 plane man deshalb unter anderem ein Teilstück der Kelterstraße zu erneuern, inklusive Bordsteine.
Autor: Ralf Steinert und Sabine Simon





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Leserkommentare (3)
Mehr KommentareJa Kaltmischgut ! Ne echt tolle Sache aber auch. Am Fußweg gegenüber des Klinikums wurde dieser Mist verarbeitet. Keinerlei Bindung hat das Zeug.Bröselt gerade wieder so vor sich hin. Warum wird nicht einmal Richtig gearbeitet ? Kostet doch alles doppelt ! mehr...
für die Straßen gibt es kein Geld, aber für die Eurorettung gibt es Geld!! mehr...