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09. April 2009
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Auf jeden Fall dabei:  Die Band „Monrose“ wird beim „Stand Up PFestival“ auftreten.
Auf jeden Fall dabei: Die Band „Monrose“ wird beim „Stand Up PFestival“ auftreten.
© Cheyenne Records
Viel Mühe  hat Hamoun Kamai in die Event-Vorbereitung gesteckt.
Viel Mühe hat Hamoun Kamai in die Event-Vorbereitung gesteckt.
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Benefiz-Festival wird zum Kraftakt

PFORZHEIM. Mit nationalen und internationalen Popstars will Initiator Hamoun Kamai am 6. Juni ein Benefizkonzert auf dem Marktplatz veranstalten. Der Erlös des „Stand Up PFestival“ soll Querschnittsgelähmten zugute kommen.

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Mit der bewusst gewählten Namensbildung möchte die Pforzheimer „Stand Up“-Initiative ihre Verbundenheit mit der Stadt zum Ausdruck bringen. Diese zeigt sich in der Verknüpfung des Stadt-Kürzels „PF“ mit dem Wort „Festival“. Laut Hamoun Kamai wird das „Stand Up PFestival“ keinen Eintritt kosten, am frühen Nachmittag beginnen und bis etwa 23 Uhr dauern. Oberbürgermeisterin Christel Augenstein hat die Schirmherrschaft übernommen.

„Im Stich gelassen“

Viel Kraft haben Kamai – nach einem unverschuldeten Unfall ist er auf den Rollstuhl angewiesen – die Vorbereitungen gekostet, denn durch die Wirtschaftskrise sagte ihm ein Sponsor nach dem anderen ab. „Die Finanzkrise belastet viele Branchen, mittlerweile trifft es auch schon unsere gemeinnützige Organisation“, klagt der 24-Jährige. „Unser Hauptpartner ist plötzlich von heute auf morgen abgesprungen und wollte in diesem Jahr kompromisslos nicht mehr mitmachen.“ Ein anderer Sponsor hätte Ende 2008 eine feste Zusage für eine Garantiesumme gegeben, kostenloses Gastro-Ausstattung und Umsatzbeteiligung waren versprochen. Seit Februar sei Kamais Ansprechpartner dort für ihn nicht mehr erreichbar gewesen, und habe schließlich vergangene Woche ausrichten lassen, man solle sich doch jemand anderen suchen. Erneut eine böse Überraschung für den jungen Mann: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir so im Stich gelassen werden.“

Es gebe jedoch auch noch Unternehmen in Pforzheim, die wohl an das Gute glauben und nicht nur Profit suchen, erwähnt der 24-Jährige. „Die Firma ,Red X Technology AG’ aus Hohenwart stellt für die Veranstaltung völlig kostenfrei eine Licht- und Bühnentechnik zur Verfügung – das entspricht einer Summe im fünfstelligen Bereich. Diese professionelle Technik sei unbedingt erforderlich, um bekannte Künstler von einer Teilnahme am sogenannten „Stand Up PFestival“ zu überzeugen.

„Jedenfalls gibt uns so etwas viel Kraft und Motivation, dieses sehr wichtige Event trotz vieler Steine im Weg durchzuziehen“, sagt Kamai. Er will mit seinen Aktionen möglichst viele Menschen erreichen, um für das Thema Querschnittslähmung in der Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Programm steht teilweise

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Das Musikprogramm wird hierbei von regional bekannten Acts, ebenso wie von bundesweit populären Gruppen ausgestaltet. Aktuell bestätigt sind bereits große Namen wie „Monrose“, „Massiv“, „Emil Bulls“, „Phil“, „My Baby Wants To Eat Your Pussy“, „Jagga Bites Comco“, „Bintia“, „Limited Edition“, „The Brightside“ sowie „Myriad Creatures“ und die „Escola de Samba“. Das komplette Programm wird, da noch einige vielversprechende Gespräche mit internationalen Top-Acts geführt werden, im Mai veröffentlicht. Moderiert wird die Veranstaltung von Marcel Pramschüfer und Fiona Erdmann, Teilnehmerin von „Germany’s next Topmodel“.

Die Initiative rechnet mit 3000 bis 5000 Besuchern. Eine Woche vor dem Event soll zudem die Verlosung eines Kleinwagens starten. Die kompletten Einnahmen der Veranstaltung sollen Querschnittsgelähmten zugute kommen – beispielsweise für Rollstühle oder Spezial-Matratzen.

www.stand-up-initiative.de

Autor: daniela huber

04.05.2011
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