Sein Blick war fest, der bayerische Dialekt beim "Grüß Gott" unverkennbar. Papst Benedikt XVI. entsprach so gar nicht dem Klischee einer unantastbaren Persönlichkeit. Wäre sein Gewand nicht gewesen, er hätte wie ein freundlicher älterer Herr auf mich gewirkt. Es war im Jahr 2006. Seinerzeit begleitete ich als Journalist eine baden-württembergische Regierungsdelegation zu Papst Benedikt XVI.
{element}Christi Stellvertreter gewährte der Abordnung eine Audienz. Und selbst die evangelischen Christen - dieser Kirche gehöre ich an - waren beeindruckt vom Papst. Denn die katholische Kirche geht sparsam um mit Direktkontakten zum Papst. Es ist schon etwas Besonderes, ihm in den Gemächern des Vatikans zu begegnen.
{element}Benedikt XVI. war durch seine Referenten bestens informiert über die baden-württembergischen Politik-Verhältnisse. Ihm war wichtig, dass es dem Südwesten gut geht. Nach dem Händedruck sagte er: "Lassen Sie der Kirche in der Zeitung einen Platz." Dies ist geschehen über all die Jahre.
{element}Nun tritt der Papst wohl aus gesundheitlichen Gründen zurück. Ein folgerichtiger Schritt für diesen fadengraden Mann, der seine ganze Kraft in den Dienst der Kirche stellt und dies nun offensichtlich nicht mehr kann. sat
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