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26.04.2009

Chefredakteur Jürgen Metkemeyer: „Noch näher am Geschehen“

Mehr Aktualität, mehr Übersichtlichkeit, mehr Raum für Videos – PZ-news hat sich verändert. Geblieben ist die lokale Kompetenz, basierend auf den Inhalten der „Pforzheimer Zeitung“. Online-Redakteur Thomas Kurtz sprach mit PZ-Chefredakteur Jürgen Metkemeyer über das Nebeneinander von Zeitung und Internet.

Pforzheimer Zeitung: Wann klicken Sie sich erstmals am Tag durchs Internet?
Jürgen Metkemeyer: Direkt nach dem Frühstück – so gegen 8 Uhr.

PZ: Warum sollen die Leser der Internet-Ausgabe der PZ jetzt noch öfter am Tag auf PZ-news gehen?
Metkemeyer: Weil sie damit noch näher am Geschehen sind; näher als es die klassische Tageszeitung bisher sein konnte: Junge User finden auf PZ-News maßgeschneiderte Angebote, die sie gedruckt so gar nicht finden können. Und die sie aber an die Tageszeitunglektüre heranführen . „Büro-Leser“ können sich so den ganzen Tag nebenher auf dem Laufenden halten. Meinungswillige können Artikel kommentieren, im Forum diskutieren, ohne die Hemmschwelle „klassischer Leserbrief“ überschreiten zu müssen. Wollen Sie noch mehr wissen?

PZ: Teil der behutsamen Erneuerung des Internet-Auftritts von PZ-news ist eine Video-Seite. Wie wichtig sind bewegte Bilder für Lokalnachrichten?
Metkemeyer: Bewegte Bilder im Netz sind im Trend. Videos werden schon deshalb auch von Tageszeitungen erwartet. Jeder schaut inzwischen täglich welche an – aus guten Gründen. Videofilme sind eine neue, eigenständige Darstellungsform und können Inhalte oft klarer und interessanter vermitteln. Wir steigern damit die Qualität unserer Berichterstattung. Und damit erhöhen wir auch unsere Reichweite, was für ein Wirtschaftsunternehmen wie das PZ-Medienhaus ja auch nicht ohne Belang ist.

PZ: Lesen am Bildschirm oder mit Papier in der Hand – sind das zwei unvereinbare Welten oder zwei Seiten einer Medaille?
Metkemeyer: Eher letzteres. Wer sämtliche Informations- und Serviceangebote der „Pforzheimer Zeitung“ nutzen will, ist klug beraten, beides zu tun. Das Internet ist dabei die notwendige Erweiterung der Tageszeitung um neue Möglichkeiten: Wir sind mit dem Internet jetzt so schnell geworden, dass wir damit praktisch gedrucktes Radio produzieren; und das Printprodukt transportiert – auch haptisch – mehr das Hintergründige, das Nachhaltige und das Kulturelle, das Greifbare eben. Wenn wir also auf dieser Klaviatur richtig spielen, gehen die gedruckte Zeitung und das gesendete Internet eine sinnvolle und logische Verbindung ein, eben weil sich beide Medien so genialisch ergänzen.

PZ: Wie lange halten Sie es ohne Internet aus?
Metkemeyer: Gar nicht. Nicht mal im Urlaub ...