

„Das Grundproblem aller Verständigungsschwierigkeiten ist die Angst“, findet Klaus Holz, Vorsitzender der Christlich-Islamischen Gesellschaft Pforzheim (CIGP). Daher sei ein kontinuierlicher Dialog zwischen den einzelnen Religionsgruppen unabdingbar, um Vorurteile abzubauen und sich besser kennen- und verstehen zu lernen. Bereits seit 1995 veranstaltet der Verband seine regelmäßigen Treffen mit Vertretern aus ganz Baden-Württemberg eingeladen werden.
Eines der Hauptthemen der jüngsten Konferenz waren die Gruppe der Salafisten, die selbst im muslimischen Bereich eine Sonderrolle einnehmen. Bereits im Vorfeld sorgte die allgemein als besonders konservativ eingestufte Vereinigung für Aufsehen: Der Einheirat einer jungen Pforzheimerin in die Gemeinde widmete auch das Politmagazin „Report Mainz“ den Salafisten einen kritischen Beitrag. Nach einem geschichtlichen Abriss des Rottenburger Religionsbeauftragten Wolfgang Rödl wurde eine Untergliederung der einzelnen Bereiche vorgenommen, deren Bandbereite vom angepassten Mainstream-Salafismus bis hin zu den radikalen Dschihad-Salafisten reicht. „Pauschalisierung“, meint Holz, „ist dennoch der größte Fehler, den man im Allgemeinen machen kann“, berichtet der Vorsitzende, der selbst mit einer Türkin verheiratet ist: So dürfe generell nichts und niemand in dieselbe Schublade gesteckt werden – die vielen friedlichen Muslime nicht mit der Handvoll Fundamentalisten, und selbst im Bereich der Salafisten gelte es gründlich zwischen den einzelnen Gruppierungen zu unterscheiden. Dennoch fielen während der Diskussion Begriffe wie Dogmatismus, Protestbewegung oder die Ablehnung alles Modernen. Nicht wenige halten die Salafisten als zu sehr von ihrer persönlichen Einstellung überzeugt.
Hossein Fatimi, der muslimische Vorsitzende, betont jedoch, dass viele der in Deutschland lebenden Muslime mit der westlichen Lebensweise absolut konform seien. Während die Pforzheimer Salafisten schon zweimal den umstrittenen Islam-Prediger Pierre Vogel einluden, wünscht sich Klaus Holz für die Zukunft einen verstärkten wie konstruktiven Dialog mit der Gruppierung, mit der es bislang kaum Berührungspunkte gibt: „Wir würden uns sehr freuen, einen Vertreter bei der nächsten Konferenz im Frühjahr 2012 bei uns begrüßen zu dürfen.“
Autor: Alexander Jähne






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Leserkommentare (4)
Mehr KommentareKonstruktiver Dialog mit Salafisten? Dann empfehle ich Herrn Holz zuerst mal ein paar youtube-Videos mit Pierre Vogel. mehr...
Wahrscheinlich lässt sich Herr Holz nicht von dieser Rede inspirieren. [URL]http://www.moishe-hundesohn.com/moishe-2008/rede-an-die-muslime/[/URL] Bilder anklicken mehr...
Oder diese Seite, dagegen ist sogar die Häkelmütze blass.. http://www.ahlu-sunnah.com/search.php?searchid=1878701 Dieses "Dialogbegehren" ist genauso lächerlich wie Herrn Westerwelles Anliegen die Taliban zu resozialisieren ;-) Mal was zum Lachen http://www.youtube.com/watch?v=tMPcdIxpCZA&feature=player_embedded Ansonsten Gute Besserung ;-)... mehr...