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Außen alt, innen marode – unser Archivfoto (links) zeigt, wie marode und feucht der Keller des Pforzheimer Hilda-Gymnasiums ist.
Außen alt, innen marode – unser Archivfoto (links) zeigt, wie marode und feucht der Keller des Pforzheimer Hilda-Gymnasiums ist.
© PZ-Archiv
Die Südturnhalle des Hilda-Gymnasiums bleibt nun für den Sport geschlossen.
Die Südturnhalle des Hilda-Gymnasiums bleibt nun für den Sport geschlossen.
© Broll
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Chrom-Salze: Turnhalle des Hilda-Gymnasiums geschlossen

PFORZHEIM. Erneut ist die Südturnhalle des Hilda-Gymnasiums durch sogenannte Chrom-Salze verunreinigt. Die Pressestelle der Stadt Pforzheim teilt daher mit, dass die Turnhalle für den Sport geschlossen bleibt, um jede Gesundheitsgefährdung auszuschließen.

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In einem Bereich bis zu 80 Zentimeter Höhe an einer Außenwand sind Ausblühungen von Chrom-Salzen vorhanden. Als langjährige Ursache der Kontamination vermutet die Stadt den benachbarten ehemaligen galvanischen Betrieb der Schmuckfirma „Daub“. Bürgermeister Alexander Uhlig hat nach Bekanntgeben des Ergebnisses angeordnet, „dass die Turnhalle für den Sport geschlossen wird, um jede Gesundheitsgefährdung auszuschließen“. Die Raumluft ist den Messungen zufolge zwar nicht belastet. Dennoch: „Nach erfolgter Sanierung werden wir zur Sicherheit weitere Raumluftmessungen durchführen“, so Alexander Uhlig. Bereits im Jahr 2004 hatte das Hilda-Gymnasium mit ähnlichen Belastungen zu kämpfen.

Bei den Ausblühungen in der Turnhalle handelt es sich offensichtlich um ein Gemenge aus Putz, Mörtel und Chromverbindungen. Nach den Werten zu urteilen, besteht ein nicht unbedeutender Teil des gefundenen Chroms aus sechswertigem Chrom. Anhand des Stoffes und der direkten Nachbarschaft kommt als Verursacher der Bodenkontamination vermutlich nur der nebenan stillgelegte und zurück gebaute Schmuckbetrieb in Betracht. Die Schule, so heißt es in dem ersten Gutachten, scheint keine oder nur eine defekte Kellerabdichtung zu besitzen, sodass chromhaltige Feuchtigkeit in das Baumaterial eindringen konnte. Von dort aus „ist es durch den sogenannten Kapillareffekt bis in die Turnhalle hoch gewandert“, erklärt Bürgermeister Uhlig. Der Kapillareffekt beschreibt das Thema der aufsteigenden Feuchtigkeit. Je nach Porengehalt steigt in unterschiedlichem Maße Feuchtigkeit entgegen der Schwerkraft auf. Eine besonders große Saugfähigkeit ist beispielsweise in Mauern aus Ziegelsteinen, Porenbeton und Kalksandsteinen gegeben. Im vorliegenden Fall besteht die Wand aus Ziegelsteinen und Sandsteinen.

Die durch Chrom kontaminierten Kellerbereiche müssen mit einem Bauzaun abgesperrt werden. Gleichzeitig kann eine Entgiftung durch Reduktion von Chrom mittels Aufbringen einer harmlosen organischen Substanz erfolgen. In der Turnhalle selbst muss gleichfalls eine Entgiftung stattfinden. Der Leiter des städtischen Gebäudemanagement, Gerhard Biehmelt, will zunächst die schadhafte Wand sanieren: „Wir werden den Oberputz abklopfen und letztendlich eine Schutzwand davor stellen“. Dies sei notwendig, um den direkten Kontakt mit der kontaminierten Wand zu verhindern. Bis zum Abschluss der notwendigen Sanierungsarbeiten – mindestens bis Weihnachten – „wird die Sporthalle weder dem Schul- noch dem Vereinssport zur Verfügung stehen“. pm

30.05.2011

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