nach oben
Mit Schwung: Die neunjährige Lilly und ihr sechsjähriger Bruder Daniel aus Pforzheim drehten am letzten Tag von City on Ice ihre Runden.  Seibel
Mit Schwung: Die neunjährige Lilly und ihr sechsjähriger Bruder Daniel aus Pforzheim drehten am letzten Tag von City on Ice ihre Runden. Seibel
10.01.2016

City on Ice trotz warmer Witterung ein großer Erfolg

Es hatte gar nicht gut ausgesehen: Das Showprogramm zur Eröffnung fiel wegen der milden Temperaturen ins Wasser, und auch danach kam der Winter nicht wirklich in Schwung. Doch die Witterung konnte „City on Ice“ nichts anhaben. Denn das von der „Pforzheimer Zeitung“ maßgeblich unterstützte Eislaufvergnügen auf dem Marktplatz lief erneut prächtig.

„Wir sind mehr als zufrieden“, zog WSP-Citymanager Rüdiger Fricke eine äußerst positive Bilanz. Auch ohne die fünf zusätzlichen Tage wegen der Lage der Ferien sei das Ergebnis besser als im Vorjahr. Und das, obwohl der November durch die Wettersituation deutlich schwächer war. Dies habe man jedoch im Dezember komplett aufgeholt. „Wir hatten eine unheimlich gute Frequenz trotz der nassen Witterung“, freut sich Fricke. Vor allem das Eisstockschießen werde „sensationell“ angenommen. Viele Unternehmen und Freundeskreise verbinden mit der Gaudi auf dem Eis das gesellige Beisammensein in „Goldis Stadl“.

Aufgrund der steigenden Beliebtheit überlegt man bei der WSP, die Eisfläche künftig bis donnerstags bereits ab 19 Uhr freizugeben. Freitags bis sonntags hingegen solle alles beim Alten bleiben: „An diesen Tagen ist die Eisfläche lange gut gefüllt“, sagt Fricke.

Das Eisstockschießen ist auch für Frank Daudert ein wichtiger Faktor: „Es wird immer beliebter. Zum Teil reservieren die Gäste bis zu einem Jahr im Voraus“, sagt der Chef von „Goldis Stadl“. Auch er blickt zufrieden auf die vergangenen Wochen zurück. Man habe ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erzielt.

Dieses leichte Plus kam zustande, obwohl auch in „Goldis Stadl“ weniger Glühwein verkauft wurde. Dafür waren mehr aktive Senioren unterwegs. „Sie gehen erfahrungsgemäß bei Schnee oder Glatteis weniger in die Stadt“, sagt Daudert, der das gute Ergebnis auch auf das sehr stimmige Gesamtkonzept mit Weihnachts- und Mittelaltermarkt zurückführt. Man habe im Stadl-Zelt Besucher gehabt, die aus Heidelberg oder Freiburg zum Mittelaltermarkt kamen und danach bei ihm einen Einkehrschwung machten.

Längst hat sich „Goldis Stadl“ durch sein etwas anderes gastronomisches Konzept mit alpenländischen Schmankerln, vor allem aber durch seinen aufmerksamen und funktionierenden Service große Reputation erworben. Und so mancher Gast stellte bewundernd fest: „Erstaunlich, was die in dem kleinen Zelt alles zustande bringen. Gemütlicher kann es in einer Alpenhütte auch nicht sein.“

Ganz ohne Folgen wird der ausgebliebene Winter für das Eislaufspektakel in der Innenstadt allerdings nicht bleiben: „Bei den Energiekosten werden wir das milde Wetter sicherlich merken, das besonders den Start erschwerte“, sagt Rüdiger Fricke. In den Vorjahren sei es oft kalt genug gewesen, um die Kühlung auszuschalten. „Andererseits hatten wir auch schon zuvor Jahre, in denen wir das Eis abtauen mussten“, so der Citymanager.