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Der singende Partypolizist: Der Ballermann ist sein Revier.
Der singende Partypolizist: Der Ballermann ist sein Revier.

"Das kann nicht jeder": Der Partypolizist im Interview

Seinen Urlaub verbringt der 47-jährige Frank Britsch seit 20 Jahren quasi nur auf Mallorca. Vor knapp zwei Jahren wurde er im Gewühl der Feierwütigen als Sänger entdeckt und startet nun als „Der Partypolizist“ durch. PZ-Redakteurin Daniela Huber hat sich mit ihm über seine Karriere unterhalten.

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PZ: Was bringt einen gestandenen Mann wie Sie dazu, sich als Polizist zu verkleiden und auf der Bühne die Leute zu unterhalten?
Der Partypolizist: Weil es geil ist und weil es super ist, wenn man vor 3000 Leute auf der Bühne steht und die ihre Arme hochhalten und grölen und Deinen Namen singen. Auf Mallorca ist es natürlich nochmal ein Tick besser: Im großen „Bierkönig“ oder im „Megapark“ aufzutreten, ist einfach ein geiles Gefühl. Das ist so etwas wie ein Ausgleich zu meinem bisherigen Leben. Ich wollte das schon immer mal machen. Schon mit 25 Jahren habe ich meinen Kumpels gesagt: „Leute, irgendwann mach’ ich mal einen Ballermann-Song.“ Aber damals war das noch nicht in greifbare Nähe. Das ist nämlich gar nicht so ein einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt. Das kann nicht jeder machen.

PZ: Was wollten Sie denn früher mal werden?
Der Partypolizist: Ich wollte als Kind immer schon Polizist werden. Das hat aber irgendwie nicht geklappt. Eines Tages stand ich dann mal an der Bushaltestelle und hab so vor mich hingesungen. Dann kam einer wohl aus Jux auf mich zu und fragte, ob ich Drafi Deutscher sei. Das hat mich amüsiert, und dann fing es an zu rattern: „Sänger werden? Ja, warum denn nicht. Aber wenn, dann nur am Ballermann.“

PZ: Was muss ein Ballerman-Star denn besonders gut können?
Der Partypolizist: Man braucht eine gewisse Ausstrahlung, die Kunst, auf Menschen zugehen zu können und so rüberzukommen, dass Dir die Leute das abnehmen, was Du da machst. Es geht nicht, einfach nur da zu stehen und krampfhaft zu versuchen, einen auf lustig zu machen. Das muss einfach Deine innere Überzeugung und eine Grundeinstellung sein. Nur aus Profitgier aufzutreten, würde nie funktionieren. Die Leute merken das einfach.

PZ: Wer fährt zum Feiern an den Ballermann?
Der Partypolizist: Da kommen alle Schichten hin. Egal, ob das Ärzte sind, Rechtsanwälte, Angestellte oder Arbeitslose. Die wollen alle das Gleiche: Die wollen feiern. Und sie wollen dieses ganz spezielle Mallorca-Familiengefühl erleben.

PZ: Wann entstand Ihr erster Song?
Der Partypolizist: Das war im März 2009. Ich war mit Kumpels zum Feiern auf Mallorca, und wir haben quasi jeden Tag durchgemacht. Bei der Winterparty waren sämtliche Größen der Playa vertreten. Viele von ihnen kannte ich auch schon vorher. Im „MegaPark“ hat mich dann ein Musikproduzent angesprochen, der schon einen Text für Markus Becker geschrieben hat. Er meinte, ich sei ein geiler Typ, und er könne sich vorstellen, einen Song mit mir aufzunehmen. Ich dachte erst, ich bin bei der „Vesteckten Kamera“ gelandet. Doch der Typ meinte es ernst, und wir tauschten E-Mail-Adressen aus. Tatsächlich habe ich dann zwei Tage später eine Nachricht von ihm erhalten. Der Song „Partypolizist“ war damals schon in der Mache und wurde dann auf mich zugeschnitten. Der Produzent schrieb das Lied fertig, und ich habe es einstudiert. Dann ging’s auch schon nach Bremerhaven ins Tonstudio.

PZ: Wie war das für Sie als Anfänger, in einem Profi-Tonstudio zu stehen?
Der Partypolizist: Sieben Stunden im Studio – das kann man sich gar nicht vorstellen, was das für eine Arbeit ist. Man muss praktisch jeden Ton einzeln einsingen. Aber es hat super viel Spaß gemacht. Nach dem ersten Tag war ich total heiser. Die Stimmbänder sind ja auch nur ein Muskel. Das ist so, als ob man zum ersten Mal einen Marathon läuft, ohne sich vorher jemals groß bewegt zu haben. Trotzdem eine tolle Erfahrung. Direkt im Anschluss an die Aufnahmen habe ich dann noch ein Foto-Shooting für Autogrammkarten gemacht.

PZ: Was gehört zu Ihrem Outfit dazu?
Der Partypolizist: Ich trage schwarze Kleidung, die in Bremerhaven geschneidert wurde. Dazu gehören eine dunkle Sonnenbrille, eine Mütze und Handschellen. Die sind das Wichtigste.

PZ: Haben Sie damit schon jemanden verhaftet?
Der Partypolizist: Natürlich. Aber nur Mädels.

PZ: Haben Sie viel Kontakt zu den Musikstars am Ballermann?
Der Partypolizist: Die kenne ich alle, und die nehmen die Neulinge super auf. Vor allem Jürgen Drews oder Peter Wackel, und sie sind gar nicht arrogant, sondern nett und sehr kollegial. Mit dem Produzent von Tim Toupet bin ich gerade in Verhandlung, ein neues Lied aufzunehmen. Wenn das klappt, dann trete ich auch zukünftig öfter mit Tim auf.

PZ: Wann war Ihr erster großer Auftritt auf Mallorca?
Der Partypolizist: Gleich nach den Song-Aufnahmen hatte ich drei Auftritte in einer Woche in Bremerhaven. Auf Mallorca bin ich im „Bierkönig“ und in der „MegArena“ auf der Bühne gestanden. Bei der Veranstaltung „Mallorca Startup“ durfte ich Anfang Mai mitmachen und bin Zweiter von 25 Teilnehmern geworden. Das war einer meiner geilsten Auftritte. Die Krönung wäre es für mich jedoch, mal mit einem Song in die Charts zu kommen.

PZ: Was meint Ihr Bekanntenkreis zu der Karriere in der Ballermann-Szene?
Der Partypolizist: Gemischt. Ich bin ja Jugendkoordinator bei Germania Brötzingen und habe viel mit jungen Leuten zu tun. Die fanden das alle klasse, weil sie auch selbst am Ballermann Party machen. Die Bekannten in meinem Alter fanden dies auch gut, aber die Älteren wussten nichts damit anzufangen. Viele von ihnen haben dann aber meine Auftritte beim FCP-Sportplatz und im „Musikpark“ gesehen und haben sich von der positiven Stimmung schnell anstecken lassen. Aber was hintenrum gesprochen wird, weiß man ja nie. Die meisten jedenfalls gönnen mir meinen Erfolg, aber es gibt immer Neider.

PZ: Sie treten bei der Mallorca-Party am 18. September in der Schwarzwaldsängerhalle in Brötzingen auf. Was können die Besucher erwarten?
Der Partypolizist: Von mir kann man viel erwarten, denn ich werde ein komplettes Programm singen zwischen 40 und 50 Minuten. Und auch DJ Düse ist da, der Mallorca-Kult-DJ vom „Bierkönig“ . Desweiteren treten auch noch Almklausi, Krümel und die Mallorca Boys mit Ihren kompletten Showprogrammen aus Mallorca auf. So ein Event gab’s in Pforzheim noch nie, da wird die Halle sicher voll. Wir werden das Mallorca-Feeling nach Brötzingen bringen.

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Leserkommentare (10)

Mehr Kommentare
1
dainesekombi | 28.08.2010 | 13:24

Ballermann-Atmosphäre in Brötzingen bei den "Zibeben" grauenhaft *brrrrrrrrrrrrrr* mehr...

2
Juno81 | 28.08.2010 | 13:27

Was für ein ermündender Bericht "Gähhhhhhn ! mehr...

3
wwz | 28.08.2010 | 16:17

Bericht über die Saufverherrlichung könnt ihr euch sparen. mehr...

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