

PFORZHEIM. Im „Flagshipstore“ der Pforzheimer „Schmuckwelten“ – also dort, wo der erlesenste Schmuck und die teuersten Uhren ausgestellt sind – ist eine Vitrine aufgehebelt worden. Unbekannte stahlen gegen 13.30 Uhr mehrere Herrenarmbanduhren der Marke Chopard. Die Täter – je zwei Männer und Frauen – entkamen unerkannt.
Sie rannten aus dem Laden, als eine Verkäuferin den Diebstahl bemerkte und das Sicherheitsunternehmen der „Schmuckwelten“ alarmierte.
Der Wert der Uhren würde sich auf über 50 000 Euro belaufen – wenn alle Uhren echt wären. Doch gerade bei teuren Uhren mit ihrem wertvollen mechanischen Innenleben werde das Herzstück nicht selten herausgenommen und durch einen „Dummy“ ersetzt, so Michael Fleischer, kaufmännischer Leiter der Juwelierfirma Leicht, gegenüber der PZ. Chef Georg Leicht befindet sich derzeit auf Geschäftsreise in Hamburg. Die Firma Chopard ist verständigt. Wenn nach einer genauen Bestandsanalyse die Seriennummern feststehen, werden diese an die Firma übermittelt. Sollte irgendwann eine der gestohlenen Uhren zur Reparatur gebracht werden, schlägt der Computer Alarm.
Die Polizei wertet derzeit noch die Videoaufzeichnungen aus. Sprecher Rüdiger Schroth spricht von einer mutmaßlich überregional auftretenden Bande. Einer der beiden Männer wird geschildert als schlank, 20 bis 25 Jahre alt, mit kurzen Haaren und südlichem Aussehen. Sein Kompagnon soll um die 40 gewesen sei. Eine der Frauen soll einen roten Zopf gehabt haben, und die andere, die mutmaßlich den Auftrag hatte, das Verkaufspersonal abzulenken, ist vom Aussehen her Inderin oder Pakistani. Hinweise nimmt die Polizei unter (0 72 31) 1 86 56 00 entgegen.
Autor: Olaf Lorch





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