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10.08.2011

Eine Chance auf ein Leben ohne Drogen

Vor einem guten Jahr hat Raphael, 28 Jahre, eine Lebensentscheidung getroffen, wie er sagt. Er war durch den Konsum von Kokain, Marihuana und Ecstasy körperlich so angeschlagen, dass Leber und Herz Probleme bereiteten. Er hatte seine Arbeit verloren und seine Freundin. Nach 13 Jahren mit den Drogen war ihm klar, dass er sterben würde, wenn er keine professionelle Hilfe in Anspruch nehme. Schon einmal hatte er mit Anfang zwanzig eine ambulante Therapie durchlaufen. Zuerst erfolgreich – doch bald hatten ihn die Aufputschmittel und Glücklichmacher wieder im Griff.

Raphael ging vor einem Jahr zunächst in eine Vorbereitungsgruppe, dann begann er eine mehrmonatige stationäre Therapie bei der Aktionsgemeinschaft Drogen Pforzheim an der Schießhausstraße. Zuvor hatte er drei Wochen lang zu Hause kalt entzogen, also die Drogen von heute auf morgen unter schlimmen Entzugserscheinungen abgesetzt. Er hat es geschafft.

Die Jugend- und Drogenberatungsstelle (Drobs), die ihn bis heute begleitet, hatte vor 40 Jahren ihre Arbeit aufgenommen.