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20.03.2017

Freie Wähler empören sich über städtische Bäder-Politik

Pforzheim. Die beiden Stadträte der Freien Wähler, Carol Braun und Michael Schwarz, befürchten einen „Super-GAU“ in der Bäderlandschaft Ende 2018. Aus diesem Grund haben sie in einem Brief an OB Gert Hager diesen aufgefordert, umgehend das mögliche Finanzvolumen für den Bereich Bäder der nächsten Jahre offenzulegen und zu handeln. Das Thema dürfe nicht zu einem Wahlkampfthema gemacht werden. Es herrsche akuter Handlungsbedarf. Trotz „Unsummen für Berater und Gutachter“ sei seit über zwei Jahren strategisch oder planerisch „überhaupt nichts passiert“.

Jedem in der Verwaltung sei bekannt, dass von der Planung bis zur Neueröffnung eines Bads mindestens drei bis vier Jahre ins Land ziehen würden. Die Freien Wähler sehen durch die langen Projektlaufzeiten vor 2021 keine echte Realisierungschance.

Exemplarisch ist für die beiden Stadträte die Entwicklung beim Stadtteilbad Huchenfeld. Schwarz zeigte sich verärgert über die Entwicklung und Vorgehensweise beim Stadtteilbad Huchenfeld. Aus der Zeitung hätten die Stadträte erfahren, dass es weitere Probleme mit der Undichtheit des Beckens gebe. Dieses Thema sei der Verwaltung schon seit zehn Jahren bekannt gewesen. Das Bad in Huchenfeld sei eine wichtige Infrastruktureinrichtung für den SSV Huchenfeld, Schulen, Schwimmkurse der Stadtteile Hohenwart, Huchenfeld und Würm. Nach mehr als eineinhalb Jahren sei das Bad Mitte 2016 endlich wieder eröffnet worden. Ein externer Statiker habe gleichzeitig bekanntgegeben, dass das alte Bad in zwei Jahren schließen müsse. Damit sei die Nachhaltigkeit des Schwimmstandortes Huchenfeld nicht mehr lange gesichert, sondern nur bis Juli 2018. Somit sei vor 2020 mit einem neuen Bad nicht zu rechnen.

Nicht viel anders, so Carol Braun, verhalte es sich mit dem Emma-Jaeger-Bad. Lange Zeit sei das Thema einfach auf Eis gelegen. Mitte 2016 habe sich der Gemeinderat für eine Investorenlösung auf dem Wartberg entschieden, obwohl ein Investor gar nicht in Sicht war. Ein Freizeitbad sei vor 2021 daher nicht in Sicht. FW-Stadtrat Carol Braun: „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf.“ Es könne nicht angehen, dass zweistellige Millionenbeträge in die Innenstadt Ost investiert würden und keine Haushaltsansätze für die Erhaltung der städtischen Bäderinfrastruktur eingestellt worden seien.

tacitus
20.03.2017
Freie Wähler empören sich über städtische Bäder-Politik

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