

Pforzheim. Die Fritz-Erler-Schule in Pforzheim klagt über massive Personalnot. Aufgrund von fehlenden Lehrerstunden muss die Schule im kommenden SchuIjahr Pflichtunterricht kürzen und hat jeweils eine geplante Klasse an der Berufsfachschule und am Wirtschaftsgymnasium gestrichen. Bereits dafür vorgemerkte Schüler mussten wieder abgewiesen werden.
Mit einem Schreiben an die Landtagsabgeordneten aus der Region macht der örtliche Personalrat auf den massiven Lehrermangel und die damit verbundenen Einschnitte an der Schule aufmerksam. „Wir sind am Anschlag“, fasst der Vorsitzende des Personalrats, Edgar Kunzmann, die Lage zusammen. Seit Jahren seien Ausfälle durch Krankheit und Mutterschaft meist mit dem vorhandenen Personalbestand vertreten worden. Alleine die Fritz-Erler-Schule schiebe so eine Bugwelle von rund 160 Deputatsstunden vor sich her, das seien umgerechnet sechs fehlende Lehrerdeputate. Durch den ausgegebenen Sparkurs der Landesregierung und den Stopp weiterer Überstunden steure man nun auf „eine Katastrophe“ zu.
Im kommenden Schuljahr wird es Einschnitte beim Unterricht sowie große Klassen geben. Zwei neue Klassen werden nicht angeboten. Grund für den Personalmangel sind vor allem die Ausfälle durch Elternzeit und fehlenden Ersatz.
Konkrete Angaben zur Lehrerversorgung der Fritz-Erler-Schule konnte das Kultusministerium auf Anfrage nicht machen. Ein Sprecher verwies jedoch auf eine Aufstockung der festen Krankheitsreserve im kommenden Schuljahr. Zudem soll es bei langfristigen Ausfällen eine felxiblere Steuerung der Krankheitsvertretungsmittel geben.
Autor: Nicola Arnet | pforzheim






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