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18. Juni 2012
SEK-Großeinsatz durch bekannten Gewalttäter ausgelöst
SEK-Großeinsatz durch bekannten Gewalttäter ausgelöst.
© Seibel

Gewalttäter mit Waffenkopie löst SEK-Einsatz aus

Pforzheim. Der Mann, der am Sonntag zwischen 17 und 21.30 Uhr ein großes Spezialeinsatzkommando der Polizei auf Trab hielt und eine stundenlange Sperrung der Lindenstraße verursachte (die PZ berichtete), ist kein unbeschriebenes Blatt. „Er ist als gewalttätig bekannt“, sagte Polizeisprecher Frank Otruba zur PZ. „Er war bei uns einmal auffällig, im Jahr 2008, durch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.“

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Wie berichtet, hatte der 26-Jährige gegen 17 Uhr vom Fensterbrett seiner Wohnung aus mit einer täuschen echt aussehenden Schusswaffe in Richtung einer Passantin gezielt, die ihn zuvor angesprochen hatte. Die verängstigte Frau hatte daraufhin die Polizei alarmiert. Als die Beamten eintrafen, verschanzte sich der Mann in seiner Wohnung. Die rund 40 Polizisten vor Ort gingen zunächst davon aus, dass der Mann eine Pumpgun bei sich hatte. Später sah es nach einer Maschinenpistole aus. Tatsächlich fanden die Beamten, als sie die Wohnung schließlich stürmten, die täuschend echt aussehende Nachbildung einer Maschinenpistole MP 5 und zudem einer P 2000. „Diese Pistole sieht aus wie unsere Dienstwaffen“, sagte Otruba, „sie ist selbst aus einem Meter Entfernung nicht zu erkennen.“

Bildergalerie: Polizei fasst bewaffneten Mann in Pforzheimer Innenstadt
Oststadt Schuetze Polizeiaktion 14.jpg Oststadt Schuetze Polizeiaktion 10.jpg Oststadt Schuetze Polizeiaktion 18.jpg

Nach PZ-Informationen fanden die Beamten zudem Gerätschaften, wie sie zum Rauchen von Haschisch verwendet werden.

Der 26-Jährige wurde nach einer Nacht im Polizeigewahrsam wieder auf freien Fuß gesetzt. Zuvor hatte ihn ein Arzt untersucht und war zu dem Schluss gekommen, dass von dem Mann keine akute Gefahr ausgehe. Weder für sich noch andere. Gegen das Waffengesetz hat der 26-Jährige ebenfalls nicht verstoßen. „Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Bedrohung“, sagte Otruba. Darauf steht bis zu einem Jahr Gefängnis. Nicht ganz gering sind rein rechnerisch auch die Kosten des Einsatzes für den Steuerzahler: 40 Polizeibeamte knapp fünf Stunden lang auf Trab zu halten, dürfte insgesamt alleine schon mit fast zehntausend Euro zu Buche schlagen.

28.06.2012

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Leserkommentare (7)

Mehr Kommentare
1
PF-OBSERVER | 19.06.2012 | 07:21

...die Kosten für diesen Einsatz wird man hoffentlich diesem "Vollpfosten" in Rechnung stellen!! mehr...

2
Wolfgang | 19.06.2012 | 07:59

Und selbst wenn ihm die Kosten für den Einsatz in Rechnung gestellt werden. Was denken sie, was bei solchen Leuten zu holen ist??? mehr...

3
barbarrosa | 19.06.2012 | 08:10

Der Vollpfosten wird die Rechnung nie bezahlen,er wird sich eher jeglicher Arbeit fern halten und seinem Hobby mit der Waffenspinnerei nach gehen. mehr...

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