


Sein Beruf ist es, in Pforzheim für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Eine Berufung hingegen mag es sein, den Menschen das Thema Tod und Sterben auf sensible Art zu vermitteln: Polizeichef Burkhard Metzger hatte bereits Ende vergangenen Jahres bei der Lesung zum ersten Teil der Glühwürmchen-Trilogie sein Publikum emotional sehr beeindruckt. Dies setzte er am Sonntag mit der Fortsetzung „Das vermisste Glühwürmchen“ fort.
Die Matinee im PZ-Forum nutzten viele der rund 100 Gäste für einen Familienausflug: Vom Kindergartenkind bis zum Rentner waren alle Altersklassen vertreten, und sie lauschten gespannt den Worten Metzgers. Zum besseren Verständnis las er zunächst aus dem ersten Buch vor. Darin geht es um ein Glühwürmchen-Paar, dessen kleine Tochter früh erkrankt und sie kaum noch leuchten kann. Die Eltern begleiten das Mädchen auf seinem letzten Flug durch den Nachthimmel, bis es schließlich zu einem hell leuchtenden Stern wird. Dieser spielt dann eine bedeutende Rolle im zweiten Buch „Das vermisste Glühwürmchen“. Darin geht es um den zweitgeborenen Sohn des Glühwürmchen-Paars, der es liebt, sich zu verstecken. Als er eines Tages nicht mehr weiß, wo er sich befindet, weist ihm der Glühwürmchenkind-Stern den Weg zurück zu den Eltern.
Ganz exklusiv las Metzger im Anschluss sogar den dritten Teil des Buches vor. „Dazu gibt es aber noch keine Bilder – die müssen Sie sich dann selbst im Kopf schaffen“, sagte der Polizeichef. Wer beim ersten Teil der Lesung noch nicht zum Taschentuch greifen musste, der bekam spätestens jetzt seine Tränendrüsen zu spüren. Bei „Das Glühwürmchen-Sternenhaus“ ist das Anfangspaar zu Großeltern geworden. Mit ihren Kindern und Enkeln fliegen sie durch das Glühwürmchenland. Doch die beiden werden älter, gebrechlicher und müde. In Begleitung ihrer Familie – und da zitterte Metzgers Stimme vor lauter Ergriffenheit über die eigenen Worte – machten sie sich auf zu ihrem letzten Flug in den Nachthimmel, wo sie sich mit ihrer verstorbenen Tochter zu einem noch heller leuchtenden Stern vereinten.
Manch einer war froh, sich nach dem dritten Teil beim Lauschen zur Musik von Boris Ritter und Roland Härdtner noch etwas sammeln zu können. Und viele nutzten im Anschluss die Gelegenheit, sich ein druckfrisches Exemplar vom Autor signieren zu lassen. Daniela Huber
Die Bücher „Das kranke Glühwürmchen“ und „Das vermisste Glühwürmchen“ sind bei der
PZ und im örtlichen Buchhandel für zehn Euro erhältlich.





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