
PFORZHEIM Mit einer großen Frühstückstafel und einem Geschicklichkeitsparcours hat die Goetheschule (Freie Waldorfschule) das Michaeli-Fest gefeiert. Die Unterstufe hatte als Beitrag zum Fest für allerlei Leckeres auf der langen Micheli-Tafel gesorgt: Jedes Kind brachte ein Körbchen mit Leckereien mit. Da gab es Weintrauben, Äpfel, Birnen, kleines Hefegebäck, Gemüsestückchen, verschiedene selbst gebackene Brötchen und vieles andere mehr. Zuerst durften sich die Kinder der ersten Klassen an der Tafel bedienen, dann folgte Klassenstufe auf Klassenstufe.
Für die fünften bis achten Klassen gab es eine kleine Einstimmung im Festsaal der Schule. Die einzelnen Klassen trugen Liedgut zu Michaeli vor, zum Teil mehrstimmig, auf Flöten gespielt oder als rhythmische Interpretation von Gedichten. Mut war das Thema dieser Feier, sich seinen Ängsten zu stellen. So erzählte eingangs ein Lehrer von seinen Ängsten, die er selbst in der Kindheit hatte, und wie es ihm gelang, diese zu überwinden. Auf seine Einladung hin, wer von den Schülern über seine Ängste sprechen möchte, kamen zuerst zwei, drei Kinder auf die Bühne, dann wurden es rasch mehr und mehr. Es gehört schließlich schon etwas Mut dazu, vor rund 200 Mitschülern im großen Festsaal freiwillig auf die Bühne zu kommen, über seine Ängste zu sprechen – und wie man sie letztendlich überwunden hatte. Das konnten Spinnen sein, Hunde, Auftritte vor vielen Menschen, Höhenangst, Dunkelheit oder ein raschelnder Busch. Die Mitschüler honorierten diesen Mut mit viel Applaus.
Die Schüler der fünften bis achten Klassen hatten kleine Stationen als Mutproben für die Schüler der Klassen eins bis vier gerichtet. Die Paten aus den 9. Klassen und höher fanden sich ein, um ihre Schützlinge aus den ersten und zweiten Klassen sicher durch die Stationen zu geleiten. Liebevoll kümmerten sie sich alle zusammen um die Führung und Betreuung der Kleineren, die fest entschlossen all ihren Mut zusammennahmen und vielerlei wagten; einen Balanceparcours galt es zu überwinden, ein kleines Feuer zu überspringen, sich per Seil über die Untiefen eines Wasserbeckens zu schwingen und – eine lange Warteschlange zeigte dessen Beliebtheit – sich an das Erklettern eines Kistenturms zu machen. pm





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