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Die Südmauer des Waisenhausplatzes soll wieder schön werden: Martin Schäfer, Norbert Bernhard und Rolf Spiertz (von links) wollen sie reinigen lassen.
15.01.2016

Graffiti – nein danke: Denkmalgeschützte Mauer am Waisenhausplatz soll wieder erstrahlen

Pforzheim. Mit Graffiti, Stofffetzen und Schmierereien verunziert: So präsentiert sich jüngst die südliche Mauer des 1945 zerstörten Waisenhauses auf dem gleichnamigen Platz hinter dem Theater. Immer wieder gibt das Kulturamt Meldungen über solche Beschädigungen an diesem wichtigen Denkmal der Stadtgeschichte ans Grünflächenamt weiter, bestätigt die kommissarische Leiterin Angelika Müller-Tischer.

Bildergalerie: Denkmalgeschützte Mauer am Waisenhausplatz soll wieder erstrahlen

Jetzt hat Rolf Spiertz, Vorsitzender des Verkehrsvereins, kurzerhand mit Norbert Bernhard, Chef des Grünflächenamts, bei einer Ortsvisite besprochen, die Reinigung der Mauer zu übernehmen. Es handele sich um einen Betrag von höchstens 2000 Euro, schätzt Bernhard. Bernhard freut sich über die Bereitschaft des Vereins und hat Kontakte zu einer Spezialfirma. Den Sandstein könne man aber leider nicht vorbeugend mit einem Anti-Graffiti-Schutz ausstatten, sagt Mitarbeiter Martin Schäfer. Denn der würde den sensiblen Sandstein zu sehr abdichten. Außerdem sei das fast so teuer wie die ganze Reinigung. Der Verkehrsverein möchte durch seine Aktion erreichen, dass Besucher- und Schülergruppen wieder ein angemessenes Erscheinungsbild des steinernen Zeitzeugen vorfinden. Wer für die Verschmutzung verantwortlich ist, konnte das Amt bislang nicht klären. In den Sommermonaten wird der Platz von vielen verschiedenen Gruppen und Künstlern frequentiert. Das Grünflächenamt möchte dafür sorgen, dass künftige Schmierereien sofort verschwinden, um keine Anreize zu schaffen. Die Restmauer stammt von der Außenwand des 1803 bis 1811 errichteten Südflügels. Seit 1990 schließt sie an die „liegende Skulptur“ an.