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Junior-Ranger Felix (8) versteckt ein Osternest.
Junior-Ranger Felix (8) versteckt ein Osternest.
Spaß im Revier der Raubkatzen: Mia (3) und Jonas (8) mit einem ausgestopften Luchs. Seibel
Spaß im Revier der Raubkatzen: Mia (3) und Jonas (8) mit einem ausgestopften Luchs. Seibel
Michael zeigt seinen Fund.
Michael zeigt seinen Fund.
28.03.2016

Große Katzen, stolze Finder - Ostern im Wildpark

Wo sonst die Luchse des Wildparks zu Hause sind, stapfen am Ostermontag traditionell Kinder durchs Unterholz und suchen nach Leckereien. Die Raubkatzen werden von einem ausgestopften Exemplar vertreten. Unterstützung erhält der Osterhase von Junior-Rangern wie Felix. Der Achtjährige kennt das Gehege gut, folgt dem Pfad am Zaun entlang und platziert die Süßigkeiten nach kurzem Marsch unter einem Baum.

Kaum ist das erledigt, kommt der sechsjährige Michael Käser mit Vater Bernd vorbei – und packt Schokohasen und Co. auch schon wieder ein. Dass funkelnde Aluminiumschalen anders als Luchse nicht gerade meisterlich getarnt sind, tut der kindlichen Freude keinen Abbruch – Sunny Raval und seine Mitstreiter vom Round Table schauen am Eingang, wo die süße Beute in Papiertüten gepackt wird, in zufriedene Gesichter. Zum Beispiel in die von Ronya (3) und Amelie (6), deren Opa eine Luchs-Patenschaft übernommen hat. Inhalt für 500 Nester steht für den guten Zweck bereit, immer 50 sind gleichzeitig im Umlauf. Der Gewinn geht an den Wildpark. Wer besonders unterstützen möchte, kann bei Björn Keck am Eingang auch etwas mehr als drei Euro pro Nest in die Kasse werfen.

Während über dem Luchsgehege kräftiger Wind durch die Wipfel pfeift, sind einige Meter entfernt von den Herren des Round Table im Ewald-Steinle-Haus die Damen des Ladies’ Circle50 im Ewald-Steinle-Haus in Aktion. Bei dem Verein, der den Park ebenfalls regelmäßig durch Spenden unterstützt, stehen Waffelnessen, Kinderschminken und Kaffeetrinken auf dem Programm.

Besucher trotzen dem Wetter

Das Stück wilde Natur an der Tiefenbronner Straße zieht trotz des durchwachsenen Wetters die Besucher an. „Wir sind jedes Jahr an Ostermontag da“, sagt Bernd Käser, der eigens aus Echterdingen nach Pforzheim gekommen ist. „Das ist einfach toll gemacht.“ Rund 8000 Besucher, schätzt Wildpark-Chef Carsten Schwarz, sind an diesem Tag unterwegs. Als die Suche vorbei ist, dürfen die drei Nordluchse, die den Tag in ihrer Schlafstätte verbracht haben, wieder über ihre Brücke in ihr Revier zurückspazieren, wo sie die Schaufütterung wohl nicht weniger gespannt erwarten als das Publikum.