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13. Mai 2009
OB
Auf großes Interesse ist die Podiumsdiskussion der OB-Kandidaten am Mittwochabend im Kulturhaus Osterfeld gestoßen.
© Ketterl

Großes Interesse an Podiumsdiskussion der OB-Kandidaten

PFORZHEIM. Bei der Bevölkerung ist die erste Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeisterwahl am 7. Juni auf großes Interesse gestoßen. Knapp 400 Zuhörer im Saal und weitere Interessierte in der Live-Übertragung auf PZ-news verfolgten, wie sich Amtsinhaberin Christel Augenstein (FDP) und ihre Herausforderer Gert Hager (SPD), Michael Schwarz (Freie Wähler) und Hans-Joachim Bruch (LBBH) mit den Fragen der Moderatoren Jürgen Metkemeyer (PZ-Chefredakteur) und Thomas Täge (Wirtschaftsjunioren) auseinander setzten.

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Während Augenstein, die am häufigsten Applaus erhielt, wie auch Hager auf eine Ergänzung der Pforzheimer Wirtschaft durch die Kreativbranche setzten, nannte Michael Schwarz das geplante Kreativzentrum im Kollmar&Jourdan-Gebäude angesichts rückläufiger Steuereinnahmen eine Nummer zu groß. Gert Hager kritisierte die Pforzheimer Verkehrsprobleme als „zum großen Teil hausgemacht“ und forderte einen Innenstadtring, indem Vorrangstraßen benannt werden.

Auch beim Thema Jugend zeigten sich Unterschiede: Michael Schwarz will die Vereine stärken. Christel Augenstein sieht in der Vernetzung vieler in der Stadt nebeneinander bestehender Einrichtungen zu einer Bildungslandschaft einen Weg. Hans-Joachim Bruch erhofft sich durchgängig Lösungen von verbesserter Bürgerbeteiligung.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald hatte gestern Forderungen an den neu zu wählenden Gemeinderat und die zukünftige Nummer eins im Pforzheimer Rathaus gestellt. IHK-Präsident Burkhard Thost verlangte von der Stadtpolitik mehr Mut und mehr Verlässlichkeit. Die Verkehrsprobleme in der Stadt löse man nur, indem man nicht mehr jedem überall das Parken und vor allem das Linksabbiegen erlaube, sondern durch einen klar vorfahrtsberechtigten Ringverkehr. Zudem müsse die Stadt städtebauliche Entscheidungen treffen, zu denen sie dann aber auch stehe. Dies gebe Hausbesitzern und Firmeninhabern Entscheidungsgrundlagen über Investitionen an die Hand. Zudem verlangt die IHK, dass die Stadt ein Leitbild für den Wirtschaftsstandort verabschiedet.

Autor: Marek Klimanski

30.05.2011

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