

PFORZHEIM. In die Auseinandersetzung zwischen den „United Tribuns“ und den „Hells Angels“ kommt immer mehr Licht. Die Großrazzia der Polizei – erst im Dezember gegen die „Hells“ und dann im Januar gegen die „Tribuns“ wurde durch ein abgehörtes Handy ausgelöst.
Zwei der drei seit einem Monat angeklagten mutmaßlichen Mitglieder der „United Tribuns“ - bei ihnen wurde bei der Razzia eine Maschinenpistole gefunden - wurden bereits wegen des Verdachts des Drogenhandels von der Polizei observiert. Gegen sie existiert sozusagen ein doppelter Haftbefehl: wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und Handeltreibens mit zehn Kilo Cannabis.
Als die Polizei Anfang des Jahres die Handys der mutmaßlichen „Tribuns“ abhörte, schnappten die Ermittler neben verschlüsselten Hinweisen auf Drogengeschäfte elektrisierende Worte in einer anderen Sache auf: Es war von einer Maschinenpistole die Rede. Da Polizei und Staatsanwaltschaft spätestens nach einer Massenschlägerei im November eine Eskalation zwischen den „Tribuns“ und den Rockern der „Hells Angels“ fürchtete, wurde sofort eine Razzia mit Spezialeinheiten in die Wege geleitet. Seither sitzen die 20, 22 und 27 Jahre alten Männer in Untersuchungshaft. Die Große Jugendkammer hat Anklage erhoben – allerdings nicht in eigener Sache, sondern bei einer unteren Instanz, dem Jugendschöffengericht. ol






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