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Ziemlich marode:  Die Bausubstanz  des altehrwürdigen Hilda-Gymnasiums weist innen wie außen erhebliche Schäden auf.
Ziemlich marode: Die Bausubstanz des altehrwürdigen Hilda-Gymnasiums weist innen wie außen erhebliche Schäden auf.
© Ketterl
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Grünes Licht für neues „Hilda“

PFORZHEIM. Erst Einigkeit, dann Diskussionen und am Ende wieder Harmonie: So verlief die Debatte um den Abriss und Neubau des „Hilda“. Seit gestern ist klar: Das Gymnasium wird mit einer großen Sporthalle neu gebaut.

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{elemente}Günter Scheu strahlte. Der Rektor des Hilda-Gymnasiums war sichtbar erleichtert. Grund hatte der Pädagoge wahrlich dazu: Denn der Pforzheimer Gemeinderat hatte soeben mit 29 Ja-Stimmen, einer Enthaltung und fünf Gegenstimmen den Neubau der traditionsreichen Bildungseinrichtung als fünfzügiges Gymnasium mit einer großen Sporthalle mit 2000 Zuschauer-Plätzen beschlossen. Die Verwaltung rechnet mit Investitionen in Höhe von 36 Millionen Euro.

Zahlen sorgen für Aufregung

Vor allem der Einwand des Gesamtelternbeirats der Stadt Pforzheim, dass die Schülerzahlen nicht für den Ausbau auf fünf Klassenzüge je Jahrgang sprächen, hatte im Vorfeld der Entscheidung für Aufregung gesorgt. Nachdem die CDU-Fraktion den Antrag gestellt hatte, dass die Stadtverwaltung die Zahlen erklären solle, hatte das Amt für Schulen, Kindertagesstätten und Sport nochmals das Zahlenwerk präsentiert, das auf der Grundlage der derzeitigen Geburten-Zahlen beruht. Nach Aussage der Verwaltung liege die Stadt mit dem Ausbau der Gymnasialzüge von 17 auf künftig 19 immer noch unter der Prognose des Regierungspräsidiums.

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Florentin Goldmann war der Neubau aufgrund der Vorteile für die Schulpädagogik und wegen des innenstadtnahen Standorts keine Frage. Außerdem erhofft sich der Christdemokrat, dass das „Hilda“ in die Region ausstrahle. Keine Frage war für die größte Fraktion auch der Bau der „großen Sporthalle“ . Ähnlich argumentierte Dorothea Luppold für die SPD-Fraktion. „Wenn man soviel Geld in die Hand nimmt, dann sollte die Schule auch langfristig tauglich sein“, sagte sie. Bernd Zilly von der Fraktionsgemeinschaft kritisierte das „Eiltempo“, mit dem die Beilage durch die Gremien gegangen sei. Die Grüne Liste wollte sich so gar nicht mit dem Standort des neuen Hilda-Gymnasiums auf dem ehemaligen Daub‘schen Gelände und jetzigen Parkplatz anfreunden. Grünen-Sprecherin Sybille Schüssler votierte für einen Neubau auf dem Gelände der jetzigen Alfons-Kern-Schule – wurde aber letztlich mit großer Mehrheit überstimmt.

Autor: Dorothee Messmer

30.05.2011
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