

PFORZHEIM. Vor der Tür des Gebäudetrakts mit Bibliothek und Walter-Witzenmann-Hörsaal parken drei Porsche. Einer davon ist der auffällig in Schwarz und Orange lackierte Cayenne S Transsyberia. Mit em sportiven Nobel-SUV nahmen in diesem Jahr wagemutige Fahrer an der rund 7000 Kilometer langen Rallye von Moskau nach Ulan Bator (Mongolei) teil – ein Zeichen der schwäbischen Sportwagenschmiede für technische Exzellenz.
Ohne Ingenieur-Nachwuchs kommt so eine Firma nicht aus. Und so schließt sich der Kreis: Porsche ist eines von heuer 46 Unternehmen, das an der mittlerweile elften Firmenkontaktmesse „X-Day“ teilnimmt. Die Börse dient dazu, Firmenvertreter und Studenten miteinander ins Gespräch zu bringen.
„Die Unternehmen haben die Möglichkeit, qualifizierte Bewerber zu gewinnen, und für Studenten bietet sich ein günstiger Zeitpunkt, erste Kontakte für eine Werksstudententätigkeit, ein Praktikum, eine Abschlussarbeit oder sogar den Einstiegsjob zu knüpfen“, sagt Mareike Steinhagen, PR-Teamleiterin der 50-köpfigen „Campus-X“-Mannschaft. Die studentische Initiative des Förderer- und Absolventenvereins (FAV) organisiert das gegenseitige Beschnuppern. FAV-Vorsitzender Professor Rupert Huth, langjähriger Rektor der früheren Fachhochschule für Wirtschaft und dann der fusionierten Hochschule Pforzheim, spricht in diesem Zusammenhang von einer „Erfolgsgeschichte“. Die Hochschule ruft, und sie kommen alle, aktuell 160 Firmenrepräsentanten von regionalen wie national oder international aufgestellten Unternehmen – von E.G.O., Sparkasse Pforzheim Calw, Klingel, Thost, Behr oder Witzenmann bis hin zu Global Players wie Ernst & Young, PricewaterhouseCoopers, Hewlett Packard, Daimler. Oder eben Porsche. Prorektor Professor Michael Felleisen appellierte an die Wirtschaft, auch in schlechten Zeiten in die Nachwuchsförderung zu investieren. Felleisen: „Das ist die einzige Ressource, die wir haben.“
Erstmals kamen auch Studenten von anderen Hochschulen, die vom Pforzheimer „X-Day“ von Freunden gehört hatten. „Ich bin auf der Suche nach einem Unternehmen, bei dem ich meine Diplomarbeit schreiben kann“, sagt Nina Schäfer. Sie studiert Betriebswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen/Geislingen, dem Aufsteiger des Jahres im jüngsten CHE-Ranking. Auswahl hatte sie gestern genug.
Autor: Olaf Lorch





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