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 Anmache auf dem Kinderspielplatz: Das Symbolbild zeigt, wie Pädophile versuchen, das Vertrauen von Kindern zu erschleichen.
© dpa

Hausdurchsuchung bei einem Pädophilen in Pforzheim

PFORZHEIM. Er sieht sich als Freund der Kinder, als Peter Pan, der trotz seiner 53 Jahre nicht so alt sei, wie es sich anhören möge. „Im Herzen bin ich ein großer Junge, der fühlt wie ein Knabe“, schreibt Paul S. (Name geändert) auf seiner Homepage. Der nächste Satz verrät den Kinderfreund der anderen Art: „Ich lebe nach dem Motto: Jede Liebe ist Liebe“. Wegen des Verdachts, mit Kinderpornografie zu tun zu haben, haben Polizei und Staatsanwaltschaft vergangene Woche die Wohnung des Mannes in Pforzheim durchsucht.

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So meldet es die in Münster ansässige Kinderschutz-Organisation „Carechild“. Denn Paul S. gilt in Deutschland als einer der führenden Köpfe derer, die auf Sex mit Kindern stehen, sich nicht scheuen, dies öffentlich kundzutun und die das Verbot dieser Neigung für die Diskriminierung einer verbreiteten sexuellen Orientierung halten. Seit drei Jahren, so sagt „Carechild“-Sprecher Michael Kappe der PZ, lebe Paul S. mehr oder weniger unbemerkt in Pforzheim, und Kappe kennt auch S.’s Adresse, die in der Pforzheimer Südstadt liegt.

„Carechild“ beobachte den Mann seit 1999. Die Organisation weiß von mindestens einer einschlägigen Verurteilung des früheren Grenzschützers wegen des Handels mit Kinderpornos. Nach PZ-Informationen ist er mehrfach einschlägig vorbestraft.

Als Leiter der Pforzheimer Staatsanwaltschaft bestätigt Christoph Reichert eine Durchsuchung bei Paul S. Mehr könne er nicht sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.

Polizeisprecher Wolfgang Schick bestätigt, dass die Ermittler einen Computer beschlagnahmt haben. Und: Von einer Kontaktaufnahme Paul S’s zu Pforzheimer Kindern sei nichts bekannt. Ebenfalls unbekannt ist, ob S. in Pforzheim seinen Hobbys nachgeht, die er auf seiner Homepage nennt: „Reiseleiter und Betreuer von Kinder- und Jugendferienfreizeiten. Fußballschiedsrichter der A- bis F-Jugend.“ Darüberhinaus verteidigt er im Web seine Neigungen offensiv: „Einvernehmliche Liebesbeziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen gibt es überall auf der Welt immer wieder neu“, schreibt er. Dies müsse legalisiert werden. Leider, so S., seien Pädophile politisch nicht aktiv genug.

Er selbst ist „Carechild“ zufolge schon mit öffentlichen Vorstößen gescheitert: Seiner Pädophilen-Organisation blieb die beantragte Gemeinnützigkeit verwehrt.

Autor: Marek klimanski

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