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Der Männergesangverein MGV Eintracht Hohenwart zeigt mit Chorleiter Bernhard Kaburek, was er musikalisch leisten kann.  Jürgen Keller
Der Männergesangverein MGV Eintracht Hohenwart zeigt mit Chorleiter Bernhard Kaburek, was er musikalisch leisten kann. Jürgen Keller
17.10.2016

Herbstfest des MGV Eintracht Hohenwart zum 140-jährigen Jubiläum

Nicht größer hätte die Vielfalt von Chorgesang sein können, die die zahlreichen Gastvereine beim Herbstfest zum 140-jährigen Jubiläum des Männergesangvereins MGV Eintracht Hohenwart dem Gastgeber und seinem fachkundigen Publikum erbrachten. In der herbstlich ausgeschmückten Mehrzweckhalle dankten die begeisterten Besucher den überwiegend gemischten Chören mit reichlich Applaus für ihre Gesangsdarbietungen, die zum Mitschunkeln und Mitsingen animierten.

Der Auftakt des über drei Stunden dargebotenen Chorgesangs war jedoch dem Jubiläumsverein unter der Leitung von Bernhard Kaburek und seinen 13 Sängern vorbehalten.

„Hoch über den Wolken“ mit Gitarrenbegleitung von Sänger Werner Wolkersdorf, gaben die Sänger mit „Mir geht’s gut“ Einblick in ihre Gemütslage. Dass der Chor trotz der wenigen Sänger begnadete Stimmen in seinen Reihen hat, stellte der Vorsitzende Oliver Forster als Solist mit Unterstützung der Sangeskameraden in einer abgewandelten Version von „Rote Lippen soll man küssen“ unter Beweis, bei dem selbst Cliff Richard, der Originalinterpret, ins Schwärmen geraten wäre. Das kam dafür das Publikum beim „Halleluja“, bei dem die Sänger nicht nur vom Chorleiter, sondern in leisen Tönen auch vom Publikum, unterstützt wurden.

Gesanglich imposant

Als Patenverein aufgetreten ist der MGV Germania Schellbronn unter ihrem musikalischen Leiter Wilfried Hoffmann, der beim Jubiläumsverein Ehrenchorleiter ist und von 1973 bis 1999 auch in Hohenwart als Dirigent sich für das Singen verantwortlich zeichnete. Gesanglich imponierten die Schellbronner unter anderem mit „Tanzen soll die Daniza“ und „O Ja“. Als Chorleiter präsentierte Hoffmann auch den Projekt-Männerchor Biet. Da in Steinegg die Männer ausgingen, reifte bei dem erfahrenen Chorleiter die Idee zu den Projektchor, dem Sänger aus 15 verschiedenen Gesangvereinen aus dem Biet angehören.

Was ein Gesangverein in so einer Stärke, bei voller Besetzung stehen 65 Männer auf der Bühne, im Stande ist, zu Gehör zu bringen, ist weit mehr als ein Ohrenschmaus. Kostenproben lieferte der Projektchor mit „Corali“ von Elvis Presley und „Jenny“ von Udo Jürgens.

Gehalt- und klangvoll präsentierte sich auch der Gesangverein Freundschaft Wimsheim, der die Besucher nicht nur mit seinem „Can-Can“ zu „Unter den Linden – Berlin bleibt Berlin“ zu Begeisterungsstürmen veranlasste, sondern auch stimmgewaltig mit der „Fischerin vom Bodensee“ überzeugte. Mit „Komm ein bisschen mit nach Italien“ und „Barcelona, der schönen Stadt in Spanien“ hat der GV Viktoria Hamberg die Besucher zur heiteren und stimmungsvollen Mittelmeer-Reise eingeladen. Gefühlvoll präsentierte sich dagegen die Freundschaft Bieselsberg.