

PFORZHEIM. Noch vor Weihnachten soll der Gemeinderat die Architekten beauftragen, die das Hilda-Gymnasium bis 2012 neu errichten werden. Das Preisgericht hatte am Samstag das Büro „Rossmann und Partner“ ausgewählt.
Erst am Montag hatte das renommierte Büro aus Karlsruhe davon erfahren, dass die Jury seinen Entwurf am Wochenende unter 27 Beiträgen als den besten bewertet hatte. Geschäftsführer Götz Biller erklärt die Besonderheit des Projekts: „Es umfasst mit Schule und Dreifeldsporthalle einen komplexen Baublock. Es war unsere Aufgabe, ihn optimal in den Stadtraum einzupassen.“ Etwa 60 Klassen samt Fachräume und Lehrerbereich sind in dem Entwurf untergebracht sowie eine Cafeteria als Nahtstelle zwischen Sporthalle und Schule.
Insgesamt hat die Jury fünf Büros ausgewählt und mit Geldpreisen zwischen 25 000 und 10 000 Euro bedacht. Die weiteren Preisträger sind: Glück+Partner, Stuttgart (2.); Dasch, Zürn, v. Scholley, Stuttgart (3.); Krug und Partner, München (4.); Peter W. Schmidt, Pforzheim/Berlin (5.). Außerdem hat die Stadt laut Gerhard Biehmelt, Chef des Gebäudemanagements, noch vier Entwürfe angekauft. Der Neubau ist nötig geworden, weil das Hilda-Gymnasium marode ist.
Das erstplatzierte Büro hat unter anderem für den Neubau der Friedrich-List-Schule in Karlsruhe 2006 von der Architektenkammer Baden-Württemberg den Preis für vorbildliches Bauen erhalten. Für den Entwurf des Lessing-Gymnasiums Karlsruhe erhielten „Rossmann und Partner“ im Wettbewerb jüngst den ersten Preis und den Auftrag zur Realisierung.
Hilda-Schulleiter Günter Scheu freut sich über den qualitätvollen Entwurf und hofft auf eine endgültige Beauftragung durch den Gemeinderat. Zuvor muss das Büro allerdings genauso wie die anderen vier ausgewählten Teilnehmer auf Wunsch der Jury einige Details ändern. Auf dieser Grundlage entscheidet sich zunächst die Jury Mitte November endgültig.
Biehmelt rechnet damit, dass das erstplatzierte Büro den Zuschlag im Gemeinderat erhalten wird. Im nächsten Jahr wird die Planung für das Projekt abgeschlossen werden. 2010 könnte dann mit dem Schulneubau auf dem Daubschen Areal direkt neben dem alten Gebäude begonnen werden. Nach dem Umzug der Schüler im Jahr 2012 soll das marode alte Hilda-Gymnasium abgerissen werden, sagt Biehmelt. Und dann werde die Dreifachsporthalle errichtet.
Schulleiter Scheu wird den Wechsel nicht mehr begleiten können, denn er geht im August in den Ruhestand. Den offenen städtebaulichen funktionalen Entwurf samt großem Pausenhof hält er für zukunftsweisend, die Verbindung von sportlichen und schulischen Belangen gut gelöst. Erhaltenswerte Relikte des alten Gebäudes wie Majolikakunst oder auch das Kappisbild in der Sporthalle sollen als Zitate der Baugeschichte mitwandern.
Autor: MARTINA SCHAEFER





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