

Pforzheim/Enzkreis. Reinhard Gallistl, früher Wirt des „Goldnen Adlers“, dann bis vor kurzem im „Benckiser Hof“und jetzt auf der Burg Liebenzell, bleibt Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga). Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisstelle am Montag wurden die Vorstandsmitglieder, die sich zur Wiederwahl stellten, in ihrem Amt bestätigt
Gallistl forderte wie Joachim Schönborn, stellvertretender Dehoga-Hauptgeschäftsführer, die Politik auf, die Reduzierung der Mehrwehrtsteuer für Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent nicht zurückzunehmen. Bundesweit sei eine Milliarde Euro – in Baden-Württemberg allein 330 Millionen Euro – von den Hoteliers investiert worden, wovon maßgeblich auch das Handwerk profitiert habe. Auch seien Tausende von Arbeitsplätzen neu entstanden. Die Forderung der Dehoga geht noch weiter: nämlich keinen Keil zwischen Gastronomie und Hotellerie zu treiben und den niedrigen Steuersatz auch für alle Lebensmittel umzumünzen. Es könne nicht sein, dass ein Caterer, der lediglich das Essen anliefere, sieben Prozent, ein anderer, der mehr biete als Pommes und Bratwurst, sondern Servicepersonal, 19 Prozent bezahlen müsse.
Autor: Olaf Lorch-Gerstenmaier







Leserkommentare (5)
Mehr KommentareWegen der Reduzierung der Mehrwehrtsteuer sei "bundesweit ... eine Milliarde Euro ... von den Hoteliers investiert worden" - ist das ein Fakt oder doch nicht eher eine bloße Behauptung eines Funktionärs? Es wäre schön, wenn die PZ solche Märchen nicht nur als Zitat nachplappern, sondern kritisch gegenprüfen würde. mehr...
Da werden mal wieder Lobbyistenphrasen kommentarlos übernommen. Was sagt die Höhe der getätigten Investitionen bitteschön darüber aus, ob es tatsächlich durch die Steuersenkung mehr Übernachtungen gegeben hat? Oder hat eher der verstärkte Trend zu Urlaub im eigenen Land, der seit einigen Jahren erkennbar ist, zu einer erhöhten Nachfrage geführt? Was ist mit den Klagen vieler Business-Hotels, dass die Geschäftsreisenden verstärkt ausser Haus frühstücken, da aufgrund unterschiedlicher Besteuerung ...... mehr...
Es ist ein Jammer, wie jetzt selbst Wirtschaftsaussagen reiner Interessenverbände in dieser Zeitung "einfach so" als Tatsachen übernommen werden. Seriöse Betrachter sehen dies nämlich völlig anders. Daß man das Milliardengeschenk freundlich annahm : Wen wundert dies ?????? Daß es mehr Gäste gab, deshalb mehr Umsatz und deshalb auch mehr Gewinn und neue Investitionen ist ein ganz normaler Tatbestand. Aber doch nicht wegen Einsparungen an der Steuer......... Jedenfalls sind mir keine Angebote ...... mehr...