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Blau war das frühere „Gänssle-Haus“, an dem der Zahn der Zeit deutlich sichtbare Spuren hinterlassen hatte. Nun sorgt eine moderne, klar strukturierte und auch farblich neu gestaltete Fassade für Aufsehen. Foto: Frei
Blau war das frühere „Gänssle-Haus“, an dem der Zahn der Zeit deutlich sichtbare Spuren hinterlassen hatte. Nun sorgt eine moderne, klar strukturierte und auch farblich neu gestaltete Fassade für Aufsehen. Foto: Frei
20.04.2017

Hüllenloser Blickfang an der Zerrennerstraße

Pforzheim. Im Verborgenen hinter einem Gerüst und großen Planen hatte sich in den zurückliegenden Monaten der Wandel des bis heute legendären „Gänssle-Hauses“ vollzogen. Nun hat das exponierte Gebäude an der Zerrennerstraße unweit der Roßbrücke seine Hüllen abgeworfen, und der Blick ist frei auf die aufwendig sanierte und modernisierte Fassade.

Wie berichtet, konnte die Bad Liebenzeller Eigentümerin Kredo Invest GmbH bei diesem vorhaben auf Fördergeld aus dem Programm „Soziale Stadt“ fürs Sanierungsgebiet KF/Weststadt bauen. Und sie ließ sich vom städtischen Fassadenkonzept animieren. Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler hatte im November 2016 beim Start der Maßnahme von einem „Mosaikstein“ gesprochen, der einen „großen Stein ins Rollen bringen“ könnte. Die Stadt hofft, dass viele Eigentümer Ähnliches umsetzen, um die Stadt baulich aufzuwerten. Dazu hat die Verwaltung ein Leitbild für Fassaden in der Innenstadt entwickelt.

Im früheren „Gänssle“, laut Schüssler einst „eine der ersten kleinen Malls“, sind neben den fünf Bestandswohnungen weitere 15 Wohnungen sowie Büros unterschiedlicher Größe entstanden. Im ersten Stock soll hinter der Fensterfront ein Café interessante Einblicke und Aussichten ermöglichen. Die Läden im Erdgeschoss blieben erhalten. Nach Angaben des Vermarkters Goldstadt-Immobilienmanagement wurde ein sechsstelliger Betrag in die Kernsanierung und energetische Erneuerung des siebenstöckigen Gebäudes investiert.