09. August 2012
Tanzlehrerin Sabine Roser übt mit den Kindern Schrittfolgen für den Tag der offenen Tür in Puzzleheim ein.  Seibel
Tanzlehrerin Sabine Roser übt mit den Kindern Schrittfolgen für den Tag der offenen Tür in Puzzleheim ein. Seibel

"Ich werde Puzzleheim vermissen^2

Die Kinder der Spielstadt können jetzt besser mit Geld umgehen.Heute öffnet Puzzleheim seine Tore für die Eltern – und löst sich auf.

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Sie haben unzählige Arbeitsstunden in ihre Spielstadt investiert: Sie haben geschreinert, getanzt, musiziert, gebacken und Reportagen geschrieben. 265 Mädchen und Jungen waren zwei Wochen lang in Puzzleheim unterwegs. Dafür hatte die Bohrainschule ihr Areal zur Verfügung gestellt. Heute um 14 Uhr endet das Ferienprogramm mit einem Tag der offenen Tür. Die PZ hat mit sechs Kindern gesprochen.

Cedric (10) hat am liebsten beim Getränkedienst und in der Gärtnerei gearbeitet. „Das könnte ich mir auch als Beruf vorstellen.“ Zusammen mit anderen zu spielen, fand er schön. Die hohen Getränkepreise haben ihm nicht gefallen.

Salome (12) sagt: „Für mich ist Puzzleheim eine neue Erfahrung. Ich habe wie die Erwachsenen Geld verdient und ausgegeben.“ Die Betreuer waren alle sehr nett zu uns. Was ich nicht gut fand: Unser erster Bürgermeister hat den Beschluss, zwei Essensschlangen einzurichten nicht umgesetzt.“ Das sei erst vorgestern passiert.

Ravina (12) ist Salomes Freundin. Sie fand die Gärtnerei und den Fast-Food-Bereich am interessantesten. Das Tiramisu, das sie an einem Tag hergestellt hatten, hat Salome zu Hause nachgemacht. Das sei lecker gewesen. „Eigentlich habe ich nur gearbeitet,“ sagt Ravina. Zusammen mit einer dritten Freundin haben die Mädels ihr Geld zusammengelegt und die 500 Eupu geteilt. So konnte sich jede von ihnen gestern und auch noch heute vormittag nach Herzenslust amüsieren. Aber eigentlich gebe es gar nicht soviel, für das man Geld ausgeben könnte, sagt Ravina. Vielleicht in der Coctailbar.

Maja (8) hat kaum jemanden vorher gekannt und war ziemlich aufgeregt. Schnell hat sie sich mit Freundinnen in Puzzleheim verabredet und hatte viel Spaß. „Ich war fast überall mal“, sagt sie, Glücklich war sie, als sie den Sportbereich mit dem Zirkus entdeckte. Sie hat 100 Eupu auf dem Sparbuch, obwohl sie sich immer wieder was gegönnt hat- Jetzt freut sie sich auf ihre Schule in Eutingen. Sie sagt: Ich werde Puzzleheim vermissen.“

Tobias (12) war vor vier Jahren schon mal in Puzzzleheim. „Damals hatte ich Schwierigkeiten, weil ich nicht mit Geld umgehen konnte. Ich war immer pleite. Meine Schwester hat mir dann geholfen.“ Diesmal sei es toll gewesen. „Ich habe Geld verdient und etwa für Ballons im Supermarkt ausgegeben. Fürs Diplom hatte ich keine Zeit.“ In der Apotheke hat er Bilder gemalt und Gläser mit Sand gefüllt. Die Betreuer hätten den Kindern immer geholfen. An dem Job des Bürgermeisters hat Tobias im Gegensatz zu seinem Freund Lukas (12) kein Interesse gehabt. Der hatte sich aufstellen lassen, sich dann aber anders entschieden. „Ich habe was fürs Leben gelernt“, sagt er. Arbeiten sei richtig anstrengend. Das wisse er jetzt. Zum Glück habe man verschiedene Jobs ausprobieren können. Für viele Kinder sei der Umgang mit Geld schwer gewesen. Wer keine Beziehungen hatte, konnte sich nichts leihen. Er sei auch bestohlen worden. Gerade am Morgen hat Lukas bei einer Art Billard 100 Eupu gewonnen. Das wolle er jetzt noch schnell mit seinem Freund ausgeben. Bevor das Geld nichts mehr wert ist.

Autor: Martina Schaefer | PforzHeim

03.04.2014

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