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Der enge Kontakt zum Mitarbeiter  ist Gert Hager wichtig. Das hat Theater-Chef Gustl Weber (vorne) als launiger Redner bei der internen Amtseinführung am eigenen Leib erfahren: Nach der Rede wird Hager ihn in den Arm nehmen.
Der enge Kontakt zum Mitarbeiter ist Gert Hager wichtig. Das hat Theater-Chef Gustl Weber (vorne) als launiger Redner bei der internen Amtseinführung am eigenen Leib erfahren: Nach der Rede wird Hager ihn in den Arm nehmen.

Im Geist des Neuanfangs

Amtseinführungen haben gerne mal ihre lustigen Momente. Vor allem, wenn langjährige Wegbegleiter zu den Rednern zählen, dabei einem aufklärerischen Impuls folgen und kleinere Indiskretionen von sich geben. Zum Beispiel die, wie Gert Hager fast im Graben gelandet wäre. Im Orchestergraben. Als Cellist.

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Gustl Weber, der Chef des Stadttheaters, ist es, der bei der internen Amtseinführung Gert Hagers als neuer Pforzheimer Oberbürgermeister vor den leitenden Mitarbeitern der Stadt an dessen musische Seite erinnert. Und in seiner launigen Rede weiter schwelgt, dass Hager ja als Musiker vielleicht sogar am Stadttheater hätte anheuern können und dann er, Weber, seinen Anstellungsvertrag unterschrieben hätte. Und dass Hager, als Musiker im öffentlichen Dienst, ja irgendwann unkündbar geworden wäre.

Was Hager, aber das hat Weber unter dem Gelächter der Zuhörer gekonnt unausgesprochen gelassen, als OB bekanntlich nicht ist. Hagers Vorgänger könnten ein Lied davon singen, doch sie sind ja nicht dabei.

„Der Wahlkampf ist vorbei“

Zuvor hatte der Erste Bürgermeister Roger Heidt (CDU) die Begrüßung des neuen Chefs vorgenommen. „Der Wahlkampf ist vorbei“, sagte Heidt, „nunmehr sind Sie Oberbürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger.“ Gemeinsam wolle man die Stadt in eine gute Zukunft führen. Dazu gehöre, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, der älteren Generation ein Leben in möglichst großer Selbstständigkeit zu ermöglichen und den interkulturellen Dialog in der Stadt zu leben. Heidt sprach auch an, dass einige Mitarbeiter in den vergangenen Jahren eng mit Hagers Vorgängerin Christel Augenstein zusammengearbeitet hätten, sich ihr verbunden und mit ihr vertraut fühlten. „Das ist eine ganz natürliche Sache“, so Heidt, „heute gehen wir an einen Neuanfang.“ Die Mitarbeiter des Rathauses zeichneten sich durch Fleiß, Ideenreichtum und Loyalität aus.

Als Gesamtpersonalratsvorsitzender aller städtischen Bediensteten gab Manfred Müller die Erwartungen der Mitarbeiter wieder, die in Richtung Stellenschaffungen, Aufhebung der Einstellungssperre oder auch der Ablehnung weiterer Privatisierungen zielten. Dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Hager möglich sei, habe dieser in seiner Amtszeit als Sozialbürgermeister in seinem Dezernat bewiesen.

„Ein gutes Team“

Hager selbst erneuerte die Aussage: „Ohne die Mitarbeiter bin ich nichts.“ Jeder davon repräsentiere die Stadt. „Wir werden ein gutes Team bilden“, sagte der neue Oberbürgermeister und griff Gustl Webers Bild vom Orchester auf, das zusammenspielen müsse. Die Mitarbeiter forderte er auf, ihm gegenüber offen zu sein und nichts totzuschweigen. Er werde sich auch über die Arbeit in den anderen Dezernaten auf dem Laufenden halten. „Es ist notwendig, dass ich weiß, was in den wichtigen Themen dort ansteht“, sagte Hager. Marek Klimanski

23.07.2009
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