




Die Stadt legt konkrete Planungen für das Teilstück des Innenstadtrings vor, das auf der Jahnstraße verläuft. Auf der Ring-Trasse soll es schneller gehen. Für die Zerrennerstraße geht es dagegen in Richtung Verkehrsberuhigung. .
Pforzheim. Wenn alles so läuft, wie sich die Stadtverwaltung das vorstellt, dann wird bereits in einem Jahr ein ganz markantes Stück des Pforzheimer Innenstadtrings Gestalt angenommen haben. Der Planungsausschuss des Gemeinderats befasst sich am Donnerstag kommender Woche mit der Umgestaltung der Jahnstraße an den Kreuzungen mit der Bleichstraße, der Dillsteiner Straße, der Weiherstraße/Kaiser-Friedrich-Straße und der Zerrennerstraße. Das letzte Wort soll der Gemeinderat in seiner Sitzung am 9, Oktober haben. „Die Vergabe der Arbeiten ist für das erste Quartal 2013 vorgesehen“, sagt Baubürgermeister Alexander Uhlig, „die Ausführung für das zweite Quartal.“ Die Planungen sehen vor, bei der Fahrt von der Calwer Straße in Richtung Innenstadt von der Jahnstraße nicht mehr nach links zur Schwarzwaldstraße abbiegen zu können. Die Zufahrt erfolgt bereits über die Bleichstraße und die neuerdings in beide Richtungen befahrbare Hohlstraße.
Dafür bleibt die zweispurige Linksabbiegemöglichkeit von der Jahnstraße auf die Kaiser-Friedrich-Straße erhalten, „um den Verkehr aus dem Innenstadtring in Richtung Westen zügig ableiten zu können“, wie es in der Beilage für den Gemeinderat heißt. Auf den Metern vor dieser Kreuzung wird die Jahnstraße zugunsten eines besseren Verkehrsflusses auf beiden Seiten um 1,25 Meter verbreitert, zudem fallen die Parkplätze zwischen Dillsteiner Straße und Weiherstraße weg. Während die Jahnstraße als Teil des Innenstadtrings um die City herum leistungsfähiger wird, ist dies für die Zerrennerstraße der erste Schritt hin zu einer Verkehrsberuhigung.
Die stark befahrene vierspurige Ost-West-Achse soll zu einem so genannten Stadtboulevard werden, der Verkehr nur noch zu den Parkhäusern durchgeleitet und darum als Teil des so genannten Parkrings gilt. Dies soll Raum für weitere Stadtentwicklung schaffen. Auch die zahlreichen geplanten Verkehrsinseln in der Mitte der Fahrbahnen dienen einem schöneren Stadtbild –unter anderem. Gleichzeitig sollen sie den Fußgängern das Überqueren der Straßen erleichtern und durch die Bepflanzung das Mikroklima verbessern. Die Jahnstraße wird zwischen Dillsteiner Straße und Zerrennerstraße in der Mitte lange, begrünte Verkehrsinseln erhalten, die teils mit neuen Straßenlaternen versehen und teils mit Bäumen bepflanzt sind. Auch auf der Zerrennerstraße vor der Hauptpost wird es einen solchen Fahrbahnteiler geben, wo bislang noch die zweite Spur in Richtung Stadttheater führt.
Autor: Marek Klimanski






Das lesen Abonnenten am Donnerstag in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":





Leserkommentare (10)
Mehr KommentareEndlich eine Idee, die auch mir zusagt. Sehr schön. Etwas Natur würde der Innenstadt mehr als gut tun, auch wenn es 'nur' begrünte mittelstreifen auf den straßen wären. immerhin! Bitte schnellstens umsetzen! :) mehr...
Spät, aber nicht zu spät. Trotzdem braucht man auch Leute, die pflanzen und pflegen. Aber mir bereiten die Zerstörungen in der Stadt eine große Sorge. mehr...
Das sieht ja alles schon sehr gut aus. Ideal wäre es natürlich, wenn man im Zuge der Umbauarbeiten auch gleich die Radfahrer berücksichtigen könnte und so einerseits die Ergebnisse der Bürgerbefragungen umsetzt und andererseits evtl. den Anteil der Radfahrer am Individualverkehr um 100 % steigert - nämlich von traurigen 1 % auf immer noch traurige 2 %. Nur leider habe ich bei den beschriebenen Planungen von Radwegen und -führungen über Kreuzungen gar nix lesen können. mehr...