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01.07.2011

Integrationsausschuss will Projekt "Integra" fortsetzen

PFORZHEIM. Geht es nach dem Willen des Integrationsausschusses, wird das Kooperationsprojekt „Integra“ zwischen der Volkshochschule und der Johanna-Wittum-Schule in den Schuljahren 2011/12 und 2012/13 mit einem Gesamtzuschuss von knapp 50 000 Euro fortgesetzt. Das Projekt gibt es seit dem Schuljahr 2008/09.

Die Anschubfinanzierung kam von der Jakob-und-Rosa-Esslinger-Stiftung der PZ. Und heute fließen Spendengelder der PZ-Aktion „Hand in Hand“ zusätzlich zu den kommunalen Mitteln. Ziel ist die Förderung der Integration von Müttern mit Migrationshintergrund. Nicht abgesondert, beispielsweise an einer Volkshochschule, sondern dort, wo ihre Kinder zur Schule gehen, sollen sie Deutsch lernen – und dabei die Schwellenangst vor der Institution Schule verlieren. Die schulische Begleitung ihrer Kinder soll etwas ganz Normales werden. Stadträtin Renate Thon (Grüne Liste) appellierte an die nichtdeutschen Mitglieder des Integrationsausschusses, als Multiplikatoren aufzutreten und einer Entwicklung entgegen zu treten, bei der Männer ihren Frauen verbieten, an solchen Programmen zur besseren Integration teilzunehmen.

Weiter unterstützt der Ausschuss mehrheitlich eine Förderung von familien und insbesondere Ikindern nach dem holländischen Vorbild „Opstapje“ - Schritt für Schritt. Das Amt für Jugend und Familie sieht hier in Pforzheim noch HandlungsbedarfDasProgramm würde dezentral von den Familienzentren ausgehen, zunächst auf eineinhalb Jahre befristet sein und knapp 180 000 Euro kosten. 108 000 Euro betrüge der Eigenanteil der Stadt. Der Rest käme über Drittmittel vom Land, vielleicht sogar aus dem Europäischen Sozialfonds. ol