



PFORZHEIM. Das Hilda-Gymnasium steht nicht auf der Liste der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Die Stadtverwaltung lässt jedoch ein bauhistorisches Gutachten erstellen, um die Frage der Denkmalwürdigkeit zu prüfen.
PFORZHEIM. Das Hilda-Gymnasium steht nicht auf der Liste der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Die Stadtverwaltung lässt jedoch ein bauhistorisches Gutachten erstellen, um die Frage der Denkmalwürdigkeit zu prüfen.
Der Gemeinderat hatte, die PZ berichtete, in seiner Dezember-Sitzung beschlossen, das Hilda-Gymnasium neu zu bauen und dabei auch eine Sporthalle für 2000 Besucher vorzusehen. Dazu hatte auch das Kultusministerium „grünes Licht“ mit der Zusage gegeben, die Erweiterung in die Schulbauförderung des Landes aufzunehmen.
Derzeit bereitet das Gebäudemanagement einen Architektenwettbewerb vor, der in der Sitzung des Gemeinderats am 22. April beschlossen werden soll. Bis dahin müssen die Belange des möglichen Denkmalschutzes geklärt werden. Davon hängt ab, ob das Raumprogramm in einem reinen Neubau verwirklicht wird oder ob ein Teil des bestehenden Gebäudes mit integriert wird.
Wie der städtische Pressesprecher Michael Strohmayer auf PZ-Nachfrage erklärte, habe Ende Januar ein Vor-Ort-Termin mit der Unteren Denkmalbehörde stattgefunden, um sich ein Bild vom Gebäude zu verschaffen, das beim Luftangriff vom 23. Februar 1945 weitgehend zerstört worden war. Die Fassade des Nordeingangs und der Flügel an der Museumstraße waren zusammengestürzt, die Schule ausgebrannt. Alle Menschen, die im Luftschutzkeller Zuflucht gesucht hatten, überlebten das Inferno und konnten sich retten, Die wertvollen Bestände des Stadtarchivs und der städtischen Galerie, die im als besonders sicher geltenden Keller der Schule eingelagert waren, wurden dagegen ein Opfer des Phosphors. Noch heute erinnern Beschriftung in den „Katakomben“ wie „Schutzraum“ oder „Befehlsstelle“ an die Kriegszeiten.
Aus der Trümmerlandschaft der zerstörten Stadt entstand das neue Hilda-Gymnasium in drei Bauabschnitten zwischen 1951 und 1955. Auf Empfehlung des Regierungspräsidiums wurde das bauhistorische Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses soll Ende März vorliegen und wird daher den geplanten Zeitablauf nicht beeinträchtigen, verlautet aus dem Rathaus. Das Hilda-Gymnasium war 1849 als private Höhere Töchterschule gegründet worden. Am heutigen Standort wurde 1908 Ecke Museum- und Kiehnlestraße, der erste Bauabschnitt bezogen. Der zweite erfolgte 1915 am Luisenplatz. Gefeiert wird „100 Jahre Hildaschule“ am 26. April .
„Große Raumnot am Hilda-Gymnasium. Wann kommt der Neubau?“
Autor: THOMAS FREI





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