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Das Hilda-Gymnasium  soll bis zum Jahr 2011 auf fünf Züge erweitert werden. Das beinhaltet auch einen Ganztagsbetrieb.
Das Hilda-Gymnasium soll bis zum Jahr 2011 auf fünf Züge erweitert werden. Das beinhaltet auch einen Ganztagsbetrieb.
© Ketterl

Jubiläumsfeier vor dem Abriss: 100 Jahre Hilda-Gymnasium

PFORZHEIM. Der baden-württembergische Kultus-Minister Helmut Rau feiert heute um 19.30 Uhr im CongressCentrum mit dem Hilda-Gymnasium den 100-jährigen Namenstag dieses traditionsreichen Gymnasiums in Pforzheim.

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Am 28. April 1908 genehmigte das „Geheime Kabinett“ in Karlsruhe den Antrag des Stadtrats der Stadt Pforzheim vom 24. Februar 1908, dass der Neubau für die Höhere Mädchenschule an der Kiehnle-, Ecke Museumstraße den Namen der Großherzogin Hilda führen darf. Im Rahmen der Feiern zur Einweihung des ersten Bauabschnitts am 30. Juli 1908 wurde der neue Name der 1849 gegründeten Schule offiziell. „Zum hundertsten Namenstag gratuliere ich der Hildaschule, wie sie noch heute bei vielen Pforzheimern heißt“, erklärte Rau in einem Grußwort der 100-seitigen Festschrift, die bei der PZ gedruckt wurde.

„Selbstverantwortliches Lernen“

„Besonders hervorzuheben ist die Aufgeschlossenheit der Schule für informationstechnologische Projekte, sei es der anwendungsorientierte Mathematikunterricht mit einem Computer-Algebra-System oder das selbstverantwortliche Lernen mit Hilfe des Kleinrechners Voyage 200 mit Lernkarteien und Lernprogrammen“, so Rau. „Immer wieder war das Hilda-Gymnasium unter den ersten Beteiligten an Schulversuchen, sei es im Bereich der Begabtenförderung oder beim Seminarkurs.“ Aber auch das soziale Lernen kommt nach Ansicht des Ministers nicht zu kurz: Ein Sozialpraktikum in Klasse 8 und gemeinsame Projekte mit der Gustav-Heinemann-Schule für Geistigbehinderte bereicherten die Erfahrungen von Schülern und Lehrkräften. „Das Hilda“ habe sich in seiner langen Geschichte von der privaten Höheren Töchterschule zum koedukativen öffentlichen Gymnasium einen eigenen Charakter in der Schullandschaft Pforzheims bewahrt. Dafür genieße die Schule in der Öffentlichkeit großes Ansehen, was auch in einem hohen Zuspruch für ihr Angebot zum Ausdruck komme.

Oberbürgermeisterin Christel Augenstein spricht das attraktive Bildungsangebot an, welches auch positiv durch künstlerische Perspektiven unterstützt werde. Sie erwähnt den „Dante Fries“ von Réne Dantes und das Relief „Das Gespräch“ von Hilke Turré, beides Künstler und ehemalige Hildaschüler.

„Aus eigener Wahrnehmung weiß ich, dass im Hilda-Gymnasium gegenwärtig eine einzigartige Gemeinschaft zwischen Schulleitung, Lehrerkollegium, Schülern und Eltern sowie der Stadt- und Schulverwaltung besteht, die vorbildlich geworden ist“, so Augenstein. Sie verleihe der Schule etwas ganz Besonderes, eine eigene Identität, die in vielfältigen Facetten ausstrahle.

„Lebendige Schulgemeinschaft“

Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung seien sich mehrheitlich darin einig, dass die Rahmenbedingungen zukünftig so gestaltet werden müssten, dass diese lebendige Schulgemeinschaft in ihrer baulichen und geistigen Gestalt auch den Herausforderungen der Zukunft wird bestehen können.

Der Gemeinderat habe hierzu einen Grundsatzbeschluss zum Neubau der Schule als fünfzügiges Gymnasium gefasst.

Landrat Karl Röckinger erinnert an die hartnäckige Art der Namensgeberin dieser Schule, die ihre ganze Kraft und Energie in den Dienst der guten Sache gestellt habe. „Und diese Hartnäckigkeit und Wahrhaftigkeit ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Schule“, so der Landrat.

Anstieg der Schülerzahlen

Auch heute stehe die Hilda-Schule vor großen Herausforderungen. Wie viele andere Gymnasien auch, habe sie einen drastischen Anstieg der Schülerzahlen zu bewältigen. Zudem bestehe ein dringender Sanierungsbedarf. „Erfreulicherweise hat das Land Baden-Württemberg vor ein paar Monaten dem Ausbau der Schule zugestimmt, an dem sich auch der Enzkreis finanziell beteiligt. Bis zum Jahre 2011 soll das Hilda auf fünf Züge erweitert werden. Das ermöglicht auch die Einrichtung eines Ganztagsbetriebes“, erklärt Röckinger.

Um diese „Herkulesaufgabe“ zu meistern, müssten Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und Schüler an einem Strang ziehen und natürlich auch Durchhaltevermögen und Nervenstärke beweisen.

Doch das sei für die Schule ja nichts Neues.

Autor: Roger rosendahl

30.05.2011

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