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10.07.2009

Jugendliche Räuberbande kurz nach der Tat geschnappt

PFORZHEIM. Großeinsatz für die Polizei: Als am Donnerstag um 11.34 Uhr ein Anruf bei der Zentrale eingeht, läuft die Maschinerie auf höchsten Touren. Ein 16-Jähriger ist, nachdem er ein Schnäppchen-Geschäft an der Östlichen verlassen hat, bedroht und ausgeraubt worden. Zwei Jugendliche haben ihn abgepasst, gezwungen, seinen Geldbeutel zu zücken und das Bargeld herauszurücken.

Unterstützung bekamen sie von vier bis fünf weiteren Jugendlichen, die sich zuvor in einer Hofeinfahrt versteckt gehalten haben. So heißt es in der ersten Meldung an das Führungs- und Lagezentrum. Und dass die Täter in Richtung Schillerstraße stiften gegangen seien.

Mit einem Großaufgebot rückt die Polizei aus. Für den Bahnhofsbereich wird die Bundespolizei alarmiert. Die Kripo übernimmt sofort die Ermittlungen. Ein Hinweis geht ein: Eine verdächtige Personengruppe halte sich in einer Wohnung an der Östlichen auf.

Zwei Streifenwagen fahren vor. Es geht sehr schnell. Sechs Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren – allesamt mit Migrationshintergrund - werden vorübergehend festgenommen und bei der Polizei erkennungsdienstlich behandelt.

„Nach dieser Erfahrung fühlt man sich, trotz des erschreckend gewalttätigen Klimas in der Oststadt, absolut sicher; schneller und effektiver kann wirklich nicht mehr gehandelt werden“, sagt ein Anwohner zur PZ. „Das sollte mal erwähnt werden, denn Lob bekommt die Polizei wohl nur selten.“