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12.11.2010

Jung und Alt vereint

Wenn am kommenden Montag im Pforzheimer Rathaus die Ausstellung „Blumen und Blüten“ eröffnet wird (zu sehen ist sie bis Freitag, 19. November), ist das ein erneutes Paradebeispiel für das Miteinander von Jung und Alt in Büchenbronn.

 Handelt es sich doch um ein gemeinsames Kunstprojekt der Seniorenresidenz „Bergdorf“, dem evangelischen Kindergarten, der Kindertagesstätte, der Waldschule und dem Schiller-Gymnasium. Schon einmal – im vergangenen Jahr – ist es zu einer gemeinsamen Ausstellung gekommen. 2009 ging es um das 125-jährige Bestehen des Büchenbronner Aussichtsturms. Diesmal geht es um das Herstellen verschiedenster Blumen aus den unterschiedlichsten Materialien. Hervorgegangen sind die kleinen Kunstwerke aus gemischten Arbeitsgruppen – vom Kindergartenkind bis zur 89 Jahre alten Mitbürgerin.

Natürlich ist es von Vorteil, dass es nur ein paar Schritte sind vom Gymnasium zur Seniorenresidenz. Man ist gewissermaßen unter Nachbarn. Diese Nachbarschaft wird stetig gepflegt, sei es durch das Vorlesen von Weihnachtsgeschichten oder die Zusammenstellung einer lokalhistorischen Dokumentation samt Ausstellung unter tätiger Mithilfe der Senioren.

Erwähnt sei in diesem Zusammenhang an eine Arbeit der damaligen Zwölftklässler, vorgestellt im Mai, die in ihrem Geschichtsprojekt an „Das Leben an der Zonengrenze“ erinnerten. Gemeint war nicht etwa die deutsch-deutsche Grenze, sondern der Schlagbaum zwischen amerikanischer und französischer Besatzungszone. Und das war eben am Ortsausgang Richtung Herrmannsee. Bewohner der Seniorenresidenz wurden nach anfänglichem Zögern dazu gewonnen, persönliche Erinnerungen beizutragen. Ortsvorsteher Bernhard Schuler hatte das gemeinschaftliche Engagement mit den Worten gelobt: „So wird Geschichte über Generationsgrenzen erlebbar.“

Die Seniorenresidenz besteht aus dem Pflegehaus auf vier Wohnebenen, Betreutes Wohnen und zwei Seniorenwohngruppen im Obergeschoss des Walter-Rittmann-Hauses. Das Gemeinschaftshaus ist benannt nach dem Mann, der 30 Jahre lang Ortsvorsteher des Höhenstadtteils war. Seine Witwe Marianne, SPD-Ortschaftsrätin, führt seit Januar 2007 das Café. „Bei der Planung der Senioren-Residenz hat mein Mann bereits damit geliebäugelt, dass ich einmal das vorgesehene Café übernehmen könnte.“ ol