


PFORZHEIM. Höchster Besuch für die Ahmadiyya-Muslime in Pforzheim: Das geistliche Oberhaupt, Kalif Mirza Masroor, kam am Mittwoch im Rahmen seiner Deutschland-Visite nach Pforzheim zur Grundsteinlegung der Moschee.
Es ist, als ob der Papst aus Rom in einen Winkel Englands käme, wo eine kleine katholische Gemeinde eine Kirche bauen wollte. „Ihr könnt Euch das nicht vorstellen – für uns ist das das Größte. Eine Ehre. Ein Segen“, sagt Habib. Der Schüler ist aufgeregt. Auf der Anfahrt von Karlsruhe nach Pforzheim ist – der Kalif, der höchste Ahmadiyya-Muslim weltweit. Sein Sitz ist in London. Aber nun wird er seinen Fuß auf Pforzheimer Boden setzen, der Gemeinde seinen Besuch abstatten und den ersten Grundstein für die Moschee auf der Wilferdinger Höhe legen.
In Karlsruhe hat er das Messegelände inspiziert. Dort soll 2010 die Jahreshauptversammlung der Ahmadis in Deutschland stattfinden. Im Begleit-Tross des Kalifen – neben einem halben Dutzend Leibwächtern – ist auch Abdullah Uwe Wagishauser, Emir, also Oberhaupt der Ahmadis in Deutschland. Mit einer halben Stunde Verspätung treffen die schweren Mercedes-Limousinen ein, zwei von ihnen mit britischem Kennzeichen. Schon seit Samstag stehen zwei Zelte – eines für Männer, eines für Frauen – auf dem 2000 Quadratmeter großen Areal, auf dem bis Ende 2010 die Bait-ul-Baqi-Moschee stehen soll samt zehn Meter hohem Minarett.
Vor den Zelten haben Jungen und Mädchen mit Fähnchen in der Hand Aufstellung genommen und singen. Die lokalen Spitzen der Ahmadiyya-Gemeinde, allen voran Präsident Saleem Shahid, sind angetreten, um dem geistigen Oberhaupt ihre Reverenz zu erweisen.
Der Kalif spricht im Zelt Urdu, die Nationalsprache in Pakistan, woher die meisten Ahmadis kommen. Er lässt übersetzen. Die Kernaussage lautet: Von der Moschee solle die Botschaft der Liebe und Freundschaft und des Gebets ausgehen.
Autor: Olaf LOrch-GErstenmaier





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Leserkommentare (51)
Mehr KommentareVon der Moschee solle die Botschaft der Liebe und Freundschaft und des Gebets ausgehen. Ganz klar. Aber komischerweise sind Schweinefleischfresser und Homosexuelle von der Botschaft der Liebe und der Freundschaft ausgenommen! Wie hier schon erwähnt wurde behaupten die Ahmadiyya-Muslime, dass der Verzehr von Schweinefleisch schwul machen würde. Wer das nicht glaubt, der kann es selbst mit eigenen Augen lesen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2074005 Und da über 90 Prozent der ...... mehr...
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat hat sich von der Behauptung schon längts distanziert. http://www.tagesspiegel.de/berlin/Berlin-Schweinefleisch-Homosexualitaet-Ahmadiyya;art114,1854990 gruß Ijaz www.ahmadiyya.de... mehr...
Ich habe den Artikel im Tagesspiegel gelesen und staunte vor allem über die Zahlen, Berlin 200 Mitglieder, Pforzheim 150 Mitglieder. Wieder eine Bevölkerungsgruppe, die sich in Pforzheim besonders wohl zu fühlen scheint, siehe Artikel zu irakischen Immigranten. In diesem Sinne: Herzlich willkommen:D... mehr...