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Monika Müller
Monika Müller
20.03.2017

Kampf dem Pflegeplatz-Mangel in Pforzheim

Das Rathaus und die ortsansässigen Pflegeheimbetreiber wollen gemeinsam gegen Knappheit an Pflegeheimplätzen (die PZ berichtete) vorgehen. Dazu haben sich am Montag bei einem Arbeitstreffen Betreiber und hochrangige Vertreter der Stadtverwaltung, darunter der Erste Bürgermeister Dirk Büscher und Sozialbürgermeisterin Monika Müller, auf drei Maßnahmen verständigt, wie Müller der PZ auf Nachfrage mitteilte.

So soll es eine zentrale Online-Plattform für Heimplätze geben, um die Pflegebedürftigen passgenau zu den Angeboten führen und den Bedarf möglichst präzise erkennen zu können. Denn tatsächlich bestehe bei jedem Betreiber der 21 Pforzheimer Pflegeeinrichtungen eine Warteliste auf Heimplätze, aber einzelne Pflegebedürftige seien teils in nahezu allen Heimen gleichzeitig angemeldet worden. Zudem erfolge manche Anmeldung bereits vorbeugend.

Die neue Landesheimbauverordnung verschärft den Mangel, indem sie ab September 2019 nur noch Einzelzimmer vorsieht. Bei derzeit 263 Doppelzimmern in Pforzheim fallen also, rechnerisch, genauso viele Pflegeplätze weg, während die Pforzheimer Einwohnerzahl wächst und die Bevölkerung weiter altert. „Wir sehen Handlungsbedarf und die Heimleitungen auch“, sagt Müller.

Zwei neue Einrichtungen mit zusammen 150 Plätzen seien derzeit am Entstehen, aber es müssten weitere hinzukommen. Die Stadt könne bei den Rahmenbedingungen dafür mitwirken, werde aber selbst keine bauen und betreiben, und dies sei auch gar nicht nötig. „Es handelt sich auch um einen interessanten Markt“, ist Müller überzeugt.

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