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28.04.2011

Keine Bewährung für vorbestraften Zechpreller und Hotelbetrüger

PFORZHEIM. Für sieben Monate schickt der Pforzheimer Richter Fabian Krüger einen 37-jährigen Betrüger ins Gefängnis, der im März des Jahres in verschiedenen Hotels in Pforzheim und dem Enzkreis Urlaub machte und dann ohne Bezahlung verschwand. Bewährung war nach Angaben des Richters nicht mehr möglich, weil der Angeklagte elf zum Teil einschlägige Vorstrafen hat.

Der geständige Angeklagte, der sich am Donnerstag vor dem Pforzheimer Amtsgericht an der Lindenstraße von Anwalt Cornelius Schaffrath verteidigen ließ, räumte ein, als Arbeitsloser dreimal in Folge unbezahlten Hotelurlaub gemacht zu haben. Für 300 Euro verbrachte er eine Nacht in einem Hotel in der Innenstadt.und genoss dort auch verschiedene Getränke. Ein Nieferner Hotel betrog er um 500 Euro. Auf eine weitere Rechnung über 500 Euro brachte es der gelernte Restaurantfachmann in einer Pension auf der Wilferdinger Höhe. Zweimal nächtigte er dort, ohne zu bezahlen. Mit der gleichen Masche führte er alle drei Hotels hinters Licht: Er gab sich als Mitarbeiter des Managements der Musikgruppe „Unheilig“ aus. Dem Betrug vorangegangen war eine Beziehungskrise. Nach der Trennung von seiner Frau stand der Angeklagte ohne Wohnung da. Nach einigen Nächten im Keller zog er ein Hotelbett vor. Zudem leidet der Arbeitslose unter einem Alkoholproblem. Bei seiner Verhaftung hatte er 3,2 Promille Alkohol im Blut.

Bernhard Martin, der Vertreter der Staatsanwaltschaft, hatte acht Monate ohne Bewährung gefordert. Verteidiger Schaffrath plädierte auf eine Bewährungsstrafe in Höhe von sechs Monaten für seinen Mandanten. Das Urteil ist rechtskräftig, da beide Parteien verzicheteten, in die Berufunf zu gehen.