
Mei Zeitung - Ein Gedicht von Eugen Hofsäß aus Neulingen.
Ein Tag beginnt – er fängt gut an,
als erstes ist die „Losung“ dran.
Dann holt man sich die Zeitung her –
„ach, ist die heute wieder schwer?“ Der Titel ist gut aufgemacht,
man sieht gleich wie und wo,
warum es kracht.
Ein Spruch zum Tage
kann besinnen
Und Politik, Sport,
„Heimatkunde“ kann beginnen.
Auf Seite zwei und Seite drei
ist auch Landespolitik dabei.
Ein Panoramabild –
groß, mittig gestellt
wird folgend berichtet aus aller Welt.
Von Schlimmen, Argen,
Nettem, Süßem,
und auch der „Hägar“
lässt schön grüßen.
Es folgen Geld- und
Wirtschaftsinformationen
von der Welt bis in die
heimischen Zonen.
Kultur hat als nächstes
Thema das Wort,
hier erfährt man viel von
manch musischem Ort,
und wo es schön ist –
die Welt scheint noch heil,
Anzeigen beschließen
den ersten Teil.
Am Montag ist der Sportteil dick,
vom Bundesliga- bis C-Klassen-Kick
über alles wird berichtet
schnell die Tabellen noch gesichtet,
dann ist man sportlich informiert,
auch and’re Sportarten sind integriert.
Nicht nur bei den
großen Meisterschaften,
Auch die örtliche Ebene
kann man betrachten.
Im Regionalteil folgt dann die Stadt,
die immer viel zu berichten hat.
In einen Artikel vor 50 Jahren
kann man sich versenken.
Man kann sich grad noch
erinnern und hineindenken.
Es folgt das Umland mit
vielen Gemeinden und Orten,
das Wichtigste zu berichten mit
vielsagenden Worten.
Von Sternenfels bis tief in den Schwarzwald
gibt’s immerzu festen und
feiern gar bald.
Erst wird es zeitlich angekündigt und bekannt,
und dann das Geschehene
nochmals genannt.
Den Vereinen gehört viel Raum
auf ihrer Seite,
Im „Tagebuch“ kommen auch
„Kleine“ in die Breite.
Auch „PD“ und Manfred Schott
berichten von meinem Heimatort.
Dann Familienanzeigen und
von „Mensch zu Mensch“
muss man oft sagen: „Halt,
den/die kensch!“
Ein ausführlicher Serviceteil
schließt sich an,
wo man allerlei Alltägliches
finden kann.
Zum Service gehört das Wetter.
Winters auch für Schneegleitbretter.
Tägliches Kalenderblatt –
und die Altersjubilare,
werden veröffentlicht ab
dem 70. Lebensjahre.
Wöchentlich berichtet das
Standesamt,
wer geboren, gestorben,
in Liebe entbrannt.
Tägliches Programm für das
Fernsehgeschäft,
am Wochenende gibt’s
sogar ein Extra-Heft.
Es gibt Reiseberichte und
ein Fortsetzungsroman,
Rezepte, Gesundheitsübungen,
die man nachmachen kann.
Auch Rätselspaß und
lehrreiche Kinderseiten,
bilden die Leser zu klugen Leuten.
Konzerte, Kirchliches und
Gottesdienstzeiten,
sollte man unbedingt weiter
kostenlos verbreiten.
Bekannt gemacht wird auch
Film und Theater,
Operette, Foyer, Kabarett –
halt die Bretter.
Apotheken, Ärzte, Soziale Dienste
Schulen, Basteln, musische Künste,
all dies kann man in
der Zeitung finden,
auch Leserbriefe, die
die Zeitung nicht binden.
Und wichtig ist immer
die Leserumfrage,
die fördert manche Meinung
zu Tage.
Bei Sonderbeilagen zu
bestimmten Themen,
erfährt man Neues,
braucht sich nicht schämen,
dass man dies und das nicht weiß,
denn die Zeitung bringt den
fehlenden Beweis.
Geschäftliches, Jubiläen und
Einkaufstipps:
Was kostet wo ein Gläschen „Hipp“?
Stellenangebote, Wohnungen
und Immobilien
Märkte für Handwerker,
Blumen und Lilien,
fürs Tier, Auto, Zubehör und Reifen
braucht die „PZ“
wahrlich nicht kneifen.
Diese Inserate dürfen aber
nicht fehlen,
denn eine Zeitung muss
sich auch quälen,
der Leser will ein Produkt
zu einem vernünftigen Preis
und das geht nur über ’nen
großen Anzeigenkreis.
Vom Redakteur bis zum
Zeitungsausträger,
den „Setzern“, den Druckern,
und auch der Verleger
alle arbeiten gut und ziehen mit, dass die Zeitung täglich wird
ein Hit.
Zeitlich immer unter Druck
und angespannt,
dass die letzte Nachricht auch
noch richtig eingebrannt,
entsteht so werktäglich ein
Produkt bester Qualität
das jedermann/frau mit Stolz
gerne austrägt.
Farbig und schwarzweiß
auf Papier gebannt,
kommt so ein wertvolles Blatt
in des Lesers Hand.
Man möchte seine Zeitung
morgens nicht missen
die „PZ“ die gönnt man sich . . .
sonst läuft der Tag besch...





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