

Pforzheim/Enzkreis. Ein 26-jähriger Mann aus dem östlichen Enzkreis ist am Mittwoch zu eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Pforzheim sprach ihn der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Er hatte vor einem Jahr in der Nordstadt einen 17-Jährigen nach einer Rangelei zweier Gruppen - „Glatzen in Bomberjacken die einen, türkische Jugendliche die anderen" - mit einen Einhandmesser in den Rücken gestochen.
Der Täter, der früher einmal Kontakte zu der sich vorwiegend im östlichen Enzkreis treffenden rechtsextremen Gruppe "Stallhaus Germania" hatte, zeigte sich reuig und geständig. Vor einigen Tagen hatte er von sich aus einen Scheck über 2000 Euro als Schmerzensgeld geschickt. Im Rahmen eines Vergleichs wurde die Summe um weitere 500 Euro aufgestockt. Damit ist ein anschließendes Zivilverfahren vom Tisch.
Der Anwalt des Opfers wollte nichts von einer angeblich freiwilligen Entschuldigung oder einer alkoholbedingten Enthemmung wissen - das seien Schutzbehauptungen. Der Nebenklagevertreter forderte zweieinhalb Jahre, die Vertreterin der Anklagebehörde zwei Jahre und drei Monate. ol
Autor: Olaf Lorch-Gerstenmaier





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Leserkommentare (7)
Mehr KommentareMesser in den Rücken: Bewährungsstrafe Die Überschrift sagt mehr als tausend Worte!!!!! mehr...
Wirklich unglaublich, wofür heute Bewährungsstrafen erteilt werden! Einhandmesser sind ausserdem verbotene Waffen und das Führen ein Verstoß gegen das Waffengesetz, falls das dem Gericht bekannt sein sollte. mehr...
Soll das noch abschreckend wirken ? mehr...