25° Aktuelles Wetter
Do, 24.05.2012
> Zum Wetter
06. Oktober 2011
Mit Interesse schaut Ex-Landtagsvizepräsident Alfred Geisel (SPD) in die Unterlagen, die Museumsgründer Klaus Knabe dem Gastredner Eberhard Diepgen, der früheren Landtagsabgeordneten Birgit Kipfer (SPD) und OB Gert Hager (von links) zeigt. Geisel und
Mit Interesse schaut Ex-Landtagsvizepräsident Alfred Geisel (SPD) in die Unterlagen, die Museumsgründer Klaus Knabe dem Gastredner Eberhard Diepgen, der früheren Landtagsabgeordneten Birgit Kipfer (SPD) und OB Gert Hager (von links) zeigt. Geisel und Kipfer engagieren sich mit Politikern von CDU, FDP und Grünen bei „Gegen Vergessen – für Demokratie“.

Mit einer Stiftung gegen das Vergessen

Pforzheim. Längst ist aus der Sammlung des Pforzheimers und früheren DDR-Bürgers Klaus Knabe zur Geschichte des SED-Staats ein Museum geworden, das weit über die Grenzen der Stadt ausstrahlt. Um die Zukunft der Einrichtung zu sichern, haben der Verein „Gegen das Vergessen“ als Trägerverein des Museums, die bundesweite Initiative „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und Pforzheims OB Gert Hager (SPD) zur Gründung einer Stiftung aufgerufen. Am Samstag stellten die Initiatoren im Reuchlinhaus das Projekt der Öffentlichkeit vor.

Anzeige

Als Gastredner warb der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU), vor rund 100 Gästen aus Wirtschaft und örtlicher Politik um Unterstützung und vor allem finanzielle Beteiligung. Es sei gerade hier im weit entfernten Südwesten Deutschlands wichtig, die Erinnerung aufrecht zu erhalten, sagte Diepgen. In Berlin sei zu beobachten, dass sich Touristen – junge Leute –in den Uniformen der alten DDR-Grenztruppen fotografieren ließen. Die Erinnerung verblasse, wichtig sei aber das Gegenteil. „Damit diejenigen, die in eine solche Uniform steigen, sich schämen“, fügte er an.

„Aus der Geschichte kann gelernt werden“, sagte Diepgen. „Die Gefährdung des Menschen durch den Menschen kann erkannt, und ihr kann begegnet werden.“ Eine politische statt einer unabhängigen Justiz drohe bereits da, wo in laufenden Strafprozessen die Forderung an die Politik laut werde, auf strenge Urteile hinzuwirken. Das DDR-Museum sei zudem wichtig für viele Menschen aus Deutschlands Osten, die in und um Pforzheim eine neue Heimat gefunden hätten. „Dafür bitte ich Sie, Ihren Beitrag zu leisten.“

Wie groß das Interesse an der Einrichtung ist, zeigte anschließend Volker Römer als Vorsitzender des Trägervereins auf: Erstmals habe das Museum mehr als 4000 Besucher im Jahr gezählt, darunter viele Schüler.

Die Stadt hat bereits ein Treuhandkonto eingerichtet, so dass erste Spenden und Stiftungsbeiträge möglich sind. Die offizielle Gründung soll am 6. November im Beisein von Joachim Gauck, dem früheren Beauftragten des Bundes für die Stasi-Akten, erfolgen.

Autor: Marek Klimanski

06.10.2011
Schriftgröße A A A
Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Top Adressen
Anzeige
Top Angebote
Anzeige
Regional Finder
Ispringen
Kämpfelbach
Eisingen
Königsbach-Stein
Remchingen
Keltern
Straubenhardt
Birkenfeld
Neuenbürg
Engelsbrand
Unterreichenbach
Schömberg
Neuhausen
Tiefenbronn
Heimsheim
Friolzheim
Wimsheim
Mönsheim
Wiernsheim
Wurmberg
Niefern-Öschelbronn
Kieselbronn
Neulingen
Ölbronn-Dürrn
Ötisheim
Mühlacker
Illingen
Maulbronn
Sternenfels
Knittlingen
Oberderdingen
Pforzheim
Exklusiv in der PZ

Das lesen Abonnenten am Donnerstag exklusiv in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":

Positive Nachrichten vor den Pfingstferien: Die Wasserqualität in Europas Urlaubsländern stimmt weitgehend. Seite 20

Hier geht es zum PZ-Abo und zum 14-Tage-Probeabo

Hier geht es zum E-Paper ...

PZ lesen per E-Paper

zum Log-In                       zur Startseite

Umfrage
Ist die Energiewende noch zu schaffen?
PZ-news auf Facebook
Webcam
Do, 24.05.2012 07:38
Anzeige
Anzeige