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Appetit auf mehr:  Verdient hat sich Jens Kück ein Stück der Torte. Es freuen sich Sabine Hager und OB Hager (von rechts).
Appetit auf mehr: Verdient hat sich Jens Kück ein Stück der Torte. Es freuen sich Sabine Hager und OB Hager (von rechts).
© Block

Naturfreunde feiern 100. Geburtstag mit großem Festakt

PFORZHEIM. Standesgemäß haben die Naturfreunde Pforzheim ihren 100. Geburtstag gefeiert: Die Pflege der eigenen Geschichte auf kulturvolle Art haben das „Berg frei“-Fest im Kulturhaus Osterfeld geprägt.

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„Die Natur ist das Wertvollste, das es zu bewahren gilt“, würdigte Oberbürgermeister Gert Hager das Tun der Naturfreunde, die Unmögliches möglich machen, ohne jemals Subventionen gefordert zu haben. Ein Geschenk hatte Gert Hager zudem dabei: „Für jedes öffentliche Gebäude wird ein Klimakonzept erstellt“, versprach der OB mit Blick auf die Resolution „Nachhaltigkeit in Pforzheim“, die ihm die Naturfreunde zu Jahresbeginn übergeben hatten.

„Ab 2020 wird Pforzheim nur noch mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt“, so die Zielstellung vom Ortsgruppenvorstand Jens Kück, der für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit von Gert Hager mit der Landesehrennadel ausgezeichnet wurde. Gewürdigt wurden alle Naturfreunde vom Amateurtheaterverein Pforzheim, der mit dem Projekt „Von den Anfängen im Jahr 1910 bis heute“ die Festgemeinschaft durch die Historie des Jubilars führte.

Mit Höhen und Tiefen

„Hand in Hand durch Berg und Land“, erinnerte Erzähler Olaf Schulze an das Jahr 1910, als sich einige Pforzheimer zum ersten Mal auf eine gemeinsame Wanderung begeben, um nach schwerer Arbeit Erholung in der Natur zu finden. „Es sollte eine Reise mit vielen Höhen und Tiefen werden“, so der ,Reiseleiter‘ beim Blick auf die zwei Weltkriege, die auch vielen Wandersmännern das Leben kostete. „Wenn wir schreiten Seit an Seit“, begleiten die Amateurtheaterdarsteller singend und tanzend den Rückblick auf die Waldarbeiterhütte in Huchenfeld oder die Neugründung im Jahre 1946. Erinnert wurde an den auf den Weg gebrachten Drei-Täler-Weg von Eutingen nach Neuenbürg, den Protestmarsch gegen Atomwaffen und natürlich die Lettenbrunnenhütte im Hagenschieß, in der die Naturfreunde seit 1947 ihre Heimat gefunden haben. Unvergessen bleiben wird die „Jetzt erst recht“-Stimmung beim Wiederaufbau der Hütte, nachdem durch Brandstiftung das Haus im Jahre 1991 in Schutt und Asche gelegt wurde.

„Duft der Wiese“

Grund genug für Liedermacher Dieter Huthmacher, den „bunten Haufen mit Freude am Laufen“ oder den „Duft der Wiese“ zu besingen. „Frieden findet man nur in den Wäldern“, würdigte Kück die vier Generationen aktiver Pforzheimer Frauen und Männer und deren Engagement für Naturschutz, sanften Tourismus, Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit, auch heute noch werden Bäume gepflanzt oder Biotope angelegt. So eingestimmt konnte beim Festakt musikalisch begleitet vom Lehrerbläserquartett der Jugendmusikschule die Jubiläumstorte angeschnitten werden. „Kommen sie alle zu unserem Sommerfest vom 23. bis 25. Juli“, freute sich Jens Kück schon auf das kommende Festwochenende an der Lettenbrunnenhütte.


Autor: michael block

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