

PFORZHEIM. Viele Investoren haben sich für das Areal neben dem Melanchthonhaus schon interessiert – jetzt wird das „Wohnen direkt am Ufer der Enz“ Realität. Das Neubauprojekt namens „Arcadia“ soll bis 2012 stehen.
Pünktlich zur Immobilienmesse im Congress Centrum hat die Sparkasse Pforzheim Calw die Vermarktung für das Vorhaben gestartet, das „gehobenes Wohnen an der Enzpromenade“ verspricht. Und das Interesse der Besucher war außergewöhnlich, wie Sparkassen-Immobilien-Spezialist Karlheinz Frey im Gespräch mit der PZ anmerkte. Zumal eine Luftbildaufnahme im Werbeprospekt das gesamte Areal ins rechte Licht rückt. Läuft die Vermarktung ähnlich positiv, soll schon im kommenden Frühjahr der Spatenstich erfolgen. Einziehen könnten die ersten Bewohner dann schon im dritten Quartal 2012. „Wohnen in allen Facetten“ und eine Gewerbe-Zeile sollen bis dahin entstehen.
Die vier Gebäude verfügen über separate Zugänge samt Treppenhaus und Fahrstuhl. 13 Millionen Euro werden verbaut. Neben 54 Wohnungen entstehen 73 Tiefgaragenstellplätze. „Wir versprechen uns von dem Projekt eine Aufwertung der Innenstadt“, erklärt Frey, der auch für das Vorzeige-Projekt „Wohnen im Tiergarten“ zuständig ist. Neben barrierefreien Wohnungen mit hochwertiger Ausstattung für „ältere Semester“ ist ein Komplex für „studentisches Wohnen“ vorgesehen. „Wir können und wollen. Nur müssen sie uns lassen“, hatte der Initiator und Pforzheimer Architekt Karl Zeitler schon vor Jahren erklärt. Lange bemühte er sich um eine städtebauliche Aufwertung des gesamten Areals. Seitdem die Scheideanstalt Degussa im Jahr 1994 ihre Pforzheimer Niederlassung geschlossen hatte, war das als provisorischer Parkplatz genutzte Grundstück entlang der Bissingerstraße zwischen Seniorenresidenz „Ambiente“ und Melanchthonhaus eine Industriebrache. „Ein Schandfleck“, sagen viele Pforzheimer. An der Zerrennerstraße entstand die „Wohnfabrik“ und die Volkshochschule konnte ihre Verwaltungs- und Schulungsräume beziehen. Aber dahinter tat sich lange nichts. Das Grundstück, das sich im Besitz der Industria Bau- und Verwaltungsgesellschaft als 100-prozentiger Tochter der Degussa Bank befindet, war zwischenzeitlich als Standort für ein Stadthotel mit Gastronomie im Gespräch. Doch die öffentlich bekundeten Pläne wurden nie weiter konkretisiert.
Bei Nachfragen im Rathaus wurde stets darauf verwiesen, man sei in Kontakt mit der Industria. Wobei Bürgermeister Alexander Uhlig stets darauf verwies, dass man sich bei der Stadt in Zusammenhang mit einer hochwertigen Bebauung auch eine Verbindung über die Enz hinweg zur Turnstraße wünscht. Ein solcher Steg ist für die „Arcadia“ geplant.
Autor: Lothar H. Neff





Das lesen Abonnenten am Donnerstag exklusiv in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":
Leserkommentare (14)
Mehr KommentareAlso i waiss net, ob ma wirklich noch en Steg braucht. Isch des net nausgschmissenes Bulver? Des zahlt doch bestimmt net de Bauträger? Un wenn i scho hör "Gehobenes Wohnen an der Enzpromenade" un ä weng später "Studentisches Wohnen" les - isch des net en Widerspruch in sich selbscht? mehr...
[QUOTE=Bordst*inschwalb*;56931]Also i waiss net, ob ma wirklich noch en Steg braucht. Isch des net nausgschmissenes Bulver? Des zahlt doch bestimmt net de Bauträger? Un wenn i scho hör "Gehobenes Wohnen an der Enzpromenade" un ä weng später "Studentisches Wohnen" les - isch des net en Widerspruch in sich selbscht?[/QUOTE] Typisch, jemand investiert in Pforzheim und es könnte ja was besser werden und was wird gemacht? Gemeckert! Unglaublich! mehr...
Investieren JA, aber das ist dort völlig überflüssig. Es gibt bereits zwei Brücken und das sollte reichen. Das Geld muss besser invenstiert werden. >Für mich...Daumen runter mehr...