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20.07.2011

Neue Fachstelle: Schnellere Hilfe bei Gewalttaten

PFORZHEIM Den Kampf gegen Gewalt hat der Bezirksverein für soziale Rechtspflege schon vor vielem Jahren aufgenommen: Die neue Fachstelle für Gewaltprävention bündelt jetzt Angebote wie Coolnesstraining für Schüler, Anti-Aggressivitätstraining für Schläger und Beratung nach häuslicher Gewalt im Gustav-Radbruch-Haus an der Erprinzenstraße 59-61.

Im Jahr 2001 habe man mit dem ersten Anti-Gewalt-Kurs begonnen, sagte Geschäftsführer Hubertus Welt bei einem Pressegespräch, inzwischen hätten insgesamt 260 Klienten das Training – oft eine Auflage des Gerichts – durchlaufen. Für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Polizei als ermittelnde Behörde, Staatsanwaltschaft und Gericht sei die Arbeit des Bezirksvereins unverzichtbar, erklärte Karl-Michael Walz, Direktor des Amtsgerichts. Täterarbeit zeige durchaus Wirkung, deren Rehabilitation sei sinnvoll: In den vergangenen Jahren verzeichne man eine Abnahme an Gewalttaten, wenngleich die Gewaltdelikte brutaler geworden seien. mof